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Analysen - Ausland
01.08.2006
Svenskt Stal für langfristige Anleger
Bank Hofmann

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Daniel Egger, Analyst der Bank Hofmann, empfiehlt die Aktie von Svenskt Stal (ISIN SE0000171100/ WKN 887029) langfristig orientierten Anlegern.

Svenskt Stal AB (SSAB) sei ein weltweit führender Produzent von hochfesten Stählen. Das seien Stahlprodukte, die vereinfachend gesagt durch ein Abschrecken des erhitzten Metalls ihre Molekülstruktur verändern würden, wodurch ihre Härte gegenüber herkömmlichem Stahl um den Faktor drei oder vier erhöht werde. Die so erzeugten Stahlbleche und -platten würden in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt.

Die wichtigste Kundengruppe von Svenskt Stal AB in diesem Segment bestehe aus Zulieferern der Bergbauindustrie, die beispielsweise Baggerschaufeln von enormem Ausmaß herstellen würden. Auch in der Fahrzeugindustrie sei ein Trend zu leichteren Materialien mit hoher Festigkeit feststellbar. Speziell im Lastwagensegment lasse sich durch den Einsatz von extrem harten Stählen Gewicht einsparen, was sich positiv auf den Treibstoffverbrauch auswirke. Weiter seien die Bau- und Transportindustrie zu erwähnen, die speziell an der hohen Widerstandsfähigkeit und am tiefen Verschleiß von Svenskt Stal AB-Produkten interessiert seien.

Im 2. Quartal 2006 sei der Anteil der "Kern-Nischenprodukte" (extrem- und ultra-feste Stähle) an den Stahllieferungen von 34% im Vorquartal auf 38% gestiegen. Die Nischenprodukte, zu welchen zusätzlich die hochfesten Stähle gezählt würden, hätten im 1. Quartal 57% der Lieferungen ausgemacht, gegenüber 53% im 4. Quartal 2005. Hierin trete die Unternehmensstrategie klar hervor: Es gelte, den Anteil an Massenstahlprodukten mit tieferen Margen zugunsten von Nischenprodukten zu reduzieren.

Die geplanten Kapazitätserweiterungen - bereits im 3. Quartal 2006 erhöhe sich die Kapazität um geschätzte 10%, 2007 würden weitere 10% und bis 2009 nochmals 20% im Bereich der hochfesten Stähle folgen - würden in den kommenden Jahren den Produktemix positiv beeinflussen. Deswegen sehe man ein Potenzial zur Erweiterung der Margen, das durch höhere Rohmaterialpreise zwar etwas reduziert werden könnte, der mittelfristige Ausblick bleibe also viel versprechend.

Svenskt Stal AB befinde sich dank den hohen Mittelzuflüssen der letzten Jahre in einer beneidenswerten Situation: Nach der Dividendenzahlung von 818 Mio. SEK (Schwedische Kronen) und der Rückzahlung von Eigenkapital im Umfang von 2,2 Mia. SEK stünden die Nettoschulden des Unternehmens bei 1,6 Mia. SEK, was 11% des Eigenkapitals entspreche. Im Hinblick auf das explizite Ziel der Konzernführung, dass die Nettoschulden etwa 30% des Eigenkapitals ausmachen sollten, werde deutlich, dass neue Aktienrückkaufprogramme folgen würden. Vor dem Hintergrund weiterhin hoher Mittelzuflüsse und der Abwesenheit strategisch sinnvoller Akquisitionsmöglichkeiten würden Dividendenerhöhungen sowie Kapitalrückzahlungen wohl eher die Regel als die Ausnahme darstellen.

Die hohen Eintrittsbarrieren in diesen Nischenmarkt werden der tief bewerteten Svenskt Stal AB (mit einem KGV 2006 von 9,6) auf Jahre hinaus ihre jetzige Führungsposition sichern, weshalb die Analysten der Bank Hofmann die Aktie auch langfristig orientierten Investoren empfehlen. (01.08.2006/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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