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Analysen - Nebenwerte
01.08.2006
Epigenomics mit Chancen
Performaxx-Anlegerbrief

www.optionsscheinecheck.de

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" sehen bei der Aktie von Epigenomics (ISIN DE000A0BVT96/ WKN A0BVT9) mehr Chancen als Risiken.

Epigenomics habe in den letzten Monaten eine leichte Strategiekorrektur vorgenommen, die nun auch die stärkere Einbindung von vermarktungsstarken Partnern bei ihrem Screeningtest vorsehe. Dazu gehöre auch das kürzlich bekannt gegebene Abkommen mit dem US-Unternehmen Affymetrix. Epigenomics habe eine Sachkapitalerhöhung durchgeführt, in deren Rahmen mehr als 0,3 Mio. Aktien an den neuen US-Partner ausgegeben worden seien. Affymetrix bringe im Gegenzug eine Forderung auf Up-Front-Lizenzzahlungen aus der kürzlich geschlossenen strategischen Diagnostik-Plattform-Allianz in die Gesellschaft ein, womit kurzfristige Barmittelabflüsse unter dem "Powered by Affymetrix"-Vertrag begrenzt werden könnten.

Wenige Wochen zuvor schon habe Epigenomics einen Erfolg verbuchen und bekannt geben können. Man habe neue Daten präsentiert, die darauf hingedeutet hätten, dass der Bluttest-Marker zur Früherkennung von Darmkrebs in Kombination mit einem zweiten Marker in der Lage sei, die Mehrzahl der so genannten Darmpolypen bei nur geringer Rate fälschlich positiver Ergebnisse herauszufiltern.

Die Kombination der beiden Marker habe klinisch relevante Polypen, also gutartige Wucherungen, aus denen sich später jedoch kein Darmkrebs entwickle, mit sehr hoher Sensitivität entdecken können. Rechtzeitig entfernt, könne eine solche Früherkennung Leben retten. Brancheninsider würden nun davon ausgehen, dass Epigenomics auch für Darm- und Lungenkrebs entsprechende Deals für Blutscreeningtests einfädeln können werde, womöglich bis Ende des Jahres.

Natürlich würden Biotechnologie-Anleger auch auf Geschäftszahlen achten. Hier werde man jedoch Geduld haben müssen. Die Umsätze hätten im 1. Quartal bei nicht erwähnenswerten 0,5 Mio. Euro gelegen, nach 1,85 Mio. Euro vor einem Jahr. Dieser Rückgang habe aus der Zahlungsstruktur der Partnerschaft mit Roche Diagnostics resultiert. Im gesamten Jahr werde Epigenomics dennoch auf 7,5 bis 9 Mio. Euro Erlöse kommen, was zu einem frühen Zeitpunkt in der Entwicklung von Biotech-Unternehmen aber nicht allzu relevant sei.

Im 1. Quartal habe Epigenomics jedoch fast 4 Mio. Euro verbrannt, nach nur 2,56 Mio. Euro vor einem Jahr. Um diesen Betrag hätten sich folglich auch die liquiden Mittel zurückentwickelt, die nunmehr knapp 30 Mio. Euro betragen würden. Den Emissionserlös von über 40 Mio. Euro habe Epigenomics bis heute nicht angerührt, sondern habe damit die laufenden Forschungsvorhaben finanziert. Einen konstant hohen Mittelverbrauch von 3 Mio. Euro pro Quartal unterstellt, würde das noch für 10 Quartale reichen. Dies aber werde nicht nötig sein, denn im Laufe der nächsten Quartale sei mit einem Anspringen der Erlöse zu rechnen, erst recht, wenn die Vermarktungspartnerschaften greifen würden.

Während Morgan Stanley ein Kursziel von 18 Euro sehe, habe die DZ BANK noch bei Kursen von 5,45 Euro den Verkauf empfohlen. Erwähnt werden sollte, dass beide Researchhäuser seinerzeit anlässlich des Börsengangs im Juli 2004 im Konsortium vertreten gewesen seien. Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" würden sich weder der ersten noch der zweiten Einschätzung anschließen, sondern den Weg in der goldenen Mitte sehen: Epigenomics dürfte mehr wert sein als die derzeitigen 5 Euro, zu denen das TecDAX-Unternehmen gehandelt werde. Wie viel, das sei bei einem Molekulardiagnostikforscher in frühem/mittlerem Stadium praktisch unmöglich in Ziffern zu gießen.

Ein Kursziel Richtung 7 bis 8 Euro erscheint plausibler als ein Durchbruch unter das Allzeittief von 4 Euro, so dass bei der Epigenomics-Aktie die Chancen die Risiken nach Einschätzung der Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" klar überwiegen. (01.08.2006/ac/a/nw)



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