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Analysen - TecDAX
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24.07.2006
Rofin-Sinar Gewinne laufen lassen
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Aktie von Rofin-Sinar (ISIN US7750431022/ WKN 902757) die Gewinne laufen zu lassen.
Der Laserspezialist befinde sich weiterhin auf Rekordkurs und sehe keine Anzeichen von Schwächen im operativen Geschäft. Diesen Eindruck vermittle den Experten CEO Günther Braun im Hintergrundgespräch. "Die weltweite Konjunktur läuft vernünftig. Wir liegen voll im Plan und auch der Ordereingang entwickelt sich ordentlich". Das deutsch-amerikanische Unternehmen habe in der zweiten Periode per Ende März einen Umsatz von knapp 100 Millionen US-Dollar und einen Nettogewinn von 11,7 Millionen US-Dollar erzielt. Die Umsatzrendite habe bei komfortablen zwölf Prozent gelegen. Die EBT-Marge habe mehr als 18 Prozent erreicht.
Besonders erfreulich sei allerdings in der Zeit von Januar bis März der Auftragseingang gewesen. Er habe ein Rekordniveau von 115,5 Millionen US-Dollar erreicht. Im dritten Quartal solle nunmehr erstmals die Umsatzmarke von 100 Millionen US-Dollar geknackt werden. Der Konzern habe für das 3. Quartal einen Umsatz zwischen 102 und 107 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Die Bruttomarge solle bei 40 bis 42 Prozent liegen und die EBT-Marge bei 16 bis 18 Prozent. Die Steuerquote taxiere Braun auf 35 bis 37 Prozent. Die Experten würden davon ausgehen, dass die Vorgaben mindestens erfüllt oder sogar übertroffen worden seien.
Im Gesamtjahr 2005/2006 per Ende September rechne der Vorstandsvorsitzende mit Einnahmen zwischen 395 und 405 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge werde bei 40 bis 42 Prozent erwartet und die Umsatzrendite vor dem Zugriff des Fiskus solle sich auf 16 bis 18 Prozent belaufen. Netto dürfte der Gewinn bei 45 bis 47,5 Millionen US-Dollar liegen oder bei 2,90 bis 3 US-Dollar je Aktie. Für das kommende Geschäftsjahr erwarte Braun erneut ein Wachstum von acht bis zehn Prozent. "Dieses Wachstum streben wir im Durchschnitt pro Jahr an".
Die bereits glänzende Marge von 16 bis 18 Prozent dürfte allerdings nicht mehr weiter steigen. "Das ist ein sehr anspruchsvolles Niveau und im Vergleich zu unseren Wettbewerbern sind wir mit dieser Rendite sehr gut dabei. Ich kenne keine andere Laserfirma, die diese Margen erzielt", so Braun. Ebenso erfreut zeige sich der Firmenchef, dass die Abhängigkeit von der Halbleiterindustrie immer geringer werde. "Laser werden in immer mehr Branchen benötigt. Die Applikationen in den vereinzelten Bereichen sind zudem sehr vielfältig".
Das Geschäft von Rofin-Sinar gewinne zunehmend an Planungssicherheit. Das liege vor allem an der Zunahme des Service- und Ersatzteilgeschäfts, welches inzwischen 28 Prozent des Umsatzes ausmache. "In den nächsten zwölf bis 24 Monaten läuft die Garantiezeit von 3.200 Lasern ab. Das kommt unserem Service- und Ersatzteilgeschäft zugute", erkläre Braun.
Rofin-Sinar sitze auf einer Nettoliquidität von mehr als 100 Millionen US-Dollar. "Wir sind weiterhin auf der Suche nach geeigneten Zukäufen. Wir lassen uns aber nicht hetzen und werden das Geld vernünftig einsetzen. Asien und die USA steht regional bei Akquisitionen im Fokus", erkläre Braun. Eine Dividende oder der Rückkauf von eigenen Aktien komme für Braun nicht infrage. "Sollten wir keine anderen Ideen mehr haben, die unser operatives Geschäft stärken, dann könnten wir diese Instrumente einsetzen".
Die im TecDAX und an der NASDAQ gelistete Gesellschaft wiege an der Börse über 850 Millionen US-Dollar oder rund 650 Millionen Euro. Das KGV von 18 sei für eine Technologiefirma mit einer zweistelligen Umsatzrendite nicht zu viel.
Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen bei ihrem Altfavoriten Rofin-Sinar die Gewinne laufen zu lassen. (24.07.2006/ac/a/t)
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