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Analysen - Ausland
20.07.2006
RHI kaufenswert
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von RHI (ISIN AT0000676903/ WKN 874182) weiterhin kaufenswert.

"RHI will Dividende zahlen", das habe den Experten Finanzvorstand Eduard Zehetner im Hintergrundgespräch gesagt. "Wir wollen für das Jahr 2006 erstmals wieder eine Dividende zahlen. Aus heutiger Sicht streben wir eine vernünftige Dividendenrendite zwischen zwei und drei Prozent an", so der CFO.

Für das Jahr 2006 solle sich der Umsatz des Unternehmens auf circa 1,3 Milliarden Euro belaufen. Die EBIT-Marge solle nach eigenen Angaben bei circa zehn Prozent liegen. Die Steuerquote schätze der Finanzchef auf zehn bis zwölf Prozent. Netto dürfte, ausgehend vom operativen Geschäft, sodann in der Kasse ein Gewinn von mehr als 100 Millionen Euro klingeln. Durch Sondereffekte könnte sich dem Vernehmen nach der Nettogewinn in 2006 allerdings im besten Fall auf 180 bis 200 Millionen Euro belaufen, sage Zehetner.

60 Millionen Euro Buchgewinn würden aus dem Verkauf des Bereichs "Heraklith" resultieren. Die Österreicher hätten die Dämmensparte für 230 Millionen Euro verkauft. In früheren Gesprächen habe den Experten von "TradeCentre.de" der CFO einen Verkaufserlös von lediglich 180 bis 200 Millionen Euro versprochen. Weiteres Upside-Potenzial könnte möglicherweise noch am Jahresende in Wien eintreffen.

Hierbei handle es sich um eine Zahlung von 40 Millionen US-Dollar seitens Honeywell aufgrund des US-Abenteuers im Jahr 1999. "Sollte die Zahlung in 2006 nicht mehr eingehen, werden wir voraussichtlich einen Gewinn von 150 bis 160 Millionen Euro erzielen". Der Verkaufserlös schlage sich natürlich auch drastisch auf das Bilanzbild des Unternehmens nieder. Der Schuldenstand liege aktuell bei rund 450 Millionen Euro. Davon würden 400 Millionen Euro auf ein zins- und tilgungsfreies Darlehen (Mezzaninkapital) bis Ende dieses Jahres entfallen. "Das Mezzaninkapital ist ab dem kommenden Jahr refinanziert mit einem Zinssatz von leicht über vier Prozent auf fünf Jahre". Der Schuldenstand von RHI habe Ende 2001 noch bei über einer Milliarde Euro gelegen.

Nach dem Verkauf der Sparte "Dämmen" konzentriere sich das Unternehmen voll auf das Kerngeschäft "Feuerfest". Die Agenda 2010 von RHI laute: Den Umsatz auf zwei Milliarden Euro zu steigern und mit einer EBIT-Marge von über zehn Prozent zu wirtschaften. Der Marktanteil solle im selben Zeitraum von zehn auf 15 Prozent steigen. Ausgehend von einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro in 2005 sollten 400 Millionen Euro aus eigener Kraft gestemmt werden und 400 Millionen Euro durch externes Wachstum.

"Wir sind auf der Suche nach profitablen Firmen und schauen uns bereits aktiv um", sage der CFO. Der Fokus liege in Ländern wie Brasilien, Russland und Indien. Finanzieren könne RHI Zukäufe wieder ohne Probleme. Die Verschuldung liege lediglich beim 2,5-fachen EBITDA. Zudem sei die Gesellschaft äußerst stark beim Free Cashflow. Jährlich würden die Wiener operative Cashflows von 100 bis 120 Millionen Euro einfahren. Für die Instandhaltung der Produktionswerke benötige RHI etwa 30 Millionen, mit Erweiterungen der Rohstoff- und Feuerfestproduktion circa 55 Millionen Euro. Der Free Cashflow liege somit jährlich bei satten 45 bis 65 Millionen Euro.

Aktuell belaufe sich der Börsenwert des Unternehmens auf 660 Millionen Euro. Bei vollständiger Wandlung der restlichen Wandelschuldverschreibungen erhöhe sich die Aktienanzahl auf 40 Millionen Stücke, was einem Börsenwert von gut einer Milliarde Euro entspreche. Das KGV liege somit lediglich bei 10.

Die bereits mehrfach zum Kauf empfohlene RHI-Aktie ist weiter kaufenswert, so die Experten von "TradeCentre.de". (20.07.2006/ac/a/a)



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