Logo
Analysen - TecDAX
11.07.2006
GPC Biotech hoch interessant
TradeCentre.de

www.optionsscheinecheck.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" halten die Aktie von GPC Biotech (ISIN DE0005851505/ WKN 585150) für hoch interessant.

In gut drei Monaten werde es soweit sein: Die Entscheidung für einen Erfolg des potenziellen Blockbusters Satraplatin stehe bei GPC Biotech kurz vor der Tür. "Wir werden im Herbst über die endgültigen Ergebnisse zum progressionsfreien Überleben berichten. Das wird der wichtigste Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens werden", habe Finanzvorstand Mirko Scherer im Gespräch mit "TradeCentre.de" gesagt. Sollten diese positiv ausfallen, wolle die Gesellschaft noch vor Ende dieses Jahres den Zulassungsantrag in den USA bei der FDA komplett einreichen. "Wir sind sehr optimistisch, dass Satraplatin ein Erfolg wird".

Trotz großem Optimismus weise der Finanzvorstand daraufhin, dass es nach wie vor ein Restrisiko gebe, dass die Daten nicht positiv ausfallen würden. "Nach Einreichung der Unterlagen bei der FDA hat das Institut sechs Monate Zeit, um grünes Licht zu geben", ergänze Scherer. Bestenfalls ab Mitte 2007 könnte GPC mit der Vermarktung des Medikaments starten. Ob das Unternehmen für die Vermarktung in den USA noch einen Partner mit ins Boot nehme oder in den Staaten eine eigene Vertriebsmannschaft aufbaue und das Mittel unter eigenen Regie vertreibe, sei heute noch offen, so der Finanzvorstand. Nach eigenen Angaben benötige der Aufbau einer Vertriebsmannschaft in den USA auf circa 60 bis 80 Mitarbeiter.

Scherer beziffere die Kosten pro Kopf auf circa 150.000 Euro. Die Kosten lägen somit zwischen neun und zwölf Mio. Euro. Die Entscheidung, für welchen Weg sich GPC Biotech entscheiden werde, falle spätestens im 1. Quartal 2007. "Sofern für uns alles positiv verläuft, können wir im zweiten Halbjahr 2007 die ersten Umsätze aus Satraplatin erzielen", sage Scherer. Für Europa habe die Gesellschaft mit Pharmion bereits einen Vermarktungspartner gefunden. Der Zulassungsantrag für Europa solle seitens Pharmion im ersten Quartal 2007 eingereicht werden. "In 2008 könnte frühestens der Vertrieb in europäischen Gefilden beginnen".

Satraplatin habe ein Potenzial von einer halben Mrd. Euro. Diese Umsatzgrößenordnung dürfte in der Regel zwei bis drei Jahre nach Zulassung des Medikaments erreicht werden. Einschließlich der Kombinationsstudien habe Satraplatin aber noch ein viel höheres Potenzial. "Insgesamt arbeiten wir derzeit an sechs Kombinationsstudien", sage Scherer. Zwei bis drei klinische Studien in anderen Tumorarten und in Kombination mit anderen Krebstherapien sollten folgen. "Aufgrund der ganzen Reihe an Kombinationsstudien wird sich unser Forschungs- und Entwicklungsaufwand auch in 2007 nicht reduzieren". In 2005 hätten diese Aufwendungen bei knapp 56 Mio. Euro gelegen.

Für dieses Jahr solle sich die Zahl nochmals moderat erhöhen. In diesem Geschäftsjahr rechne das Biotechunternehmen mit einer Umsatzverdopplung auf knapp 20 Mio. Euro. Im ersten Quartal des laufenden Jahres habe der Periodenfehlbetrag bei 12,9 Mio. Euro gelegen. Laut Scherer werde dieser und auch der Cashburn in den anderen drei Quartalen jeweils höher ausfallen. Eine konkrete Zahl für den Nettoverlust in 2006 habe er allerdings nicht nennen wollen.

Die an der NASDAQ und im TecDAX notierte Gesellschaft wiege an der Börse rund 330 Mio. Euro. Per Ende März sei die Kasse mit 144 Mio. Euro gefüllt gewesen. Man halte die Aktie weiter für hoch interessant.

In den nächsten Wochen raten die Experten von "TradeCentre.de", die GPC Biotech-Aktie im Bereich um elf Euro einzusammeln. Spätestens gegen Ende des Sommers sollten Anleger in dem Papier positioniert sein. Bei einem Erfolg von Satraplatin habe die Aktie Verdopplungspotenzial. (11.07.2006/ac/a/t)



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de