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Analysen - DAX 100
06.07.2006
IKB ein defensives Basisinvestment
Finanzwoche

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München (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "Finanzwoche" ist die IKB-Aktie (ISIN DE0008063306/ WKN 806330) weiterhin ein defensives Basisinvestment.

Das Unternehmen habe mit der operativen Wachstumsrate für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005/2006 (31.03.; +16%) in etwa an das längerfristige Gewinnwachstum je Aktie anknüpfen können. Dies entspreche grob auch der Durchschnittsrendite für die IKB-Aktie (19% p. a. über einen Anlagezeitraum von fünf Jahren inklusive reinvestierter Bardividende).

Doch auch für die Zukunft sehe die Bank weitere Wachstumsgelegenheiten. Dies gelte zum einen für das bisherige Hauptertragsstandbein Firmenkunden (operativer Ertragsanteil vor Konsolidierung 37,4%). IKB hoffe hier, zum einen von der immer stärkeren Nachfrage nach Ausrüstungsinvestitionen im Inland weiter zu profitieren. Andererseits setze der Konzern auch auf die sukzessive verbesserte Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands im EU-Ausland.

Auf Sicht von fünf Jahren solle aber der Bereich Strukturierte Finanzierung (operativer Ertragsanteil 22,4% vor Konsolidierung in 2005/ 2006) das größte Geschäftsfeld werden. Ca. 90% dieses Geschäfts würden aus Akquisitionsfinanzierungen im Mid Cap-Bereich bestehen. Hier zähle IKB in Frankreich bezogen auf die Anzahl der Transaktionen mittlerweile zu den drei größten Wettbewerbern und wolle mittel- bis längerfristig auch in Spanien und Italien weiter expandieren. Dieses Geschäft wachse sehr stark und sei darüber hinaus auch noch ausgesprochen margenstark.

Zusätzlich würden auch im Bereich Verbriefungen (31% operativer Ertragsanteil vor Konsolidierung) weiter günstige Expansionschancen bestehen. Die Schwerpunkte würden hier in der Ausplatzierung von Kreditrisiken liegen, wofür IKB eine Prämie von 30 Basispunkten entrichte. Gleichzeitig investiere das Institut die frei gewordenen Mittel in internationale Kreditportfolios und habe dadurch im Neugeschäft 100 Basispunkte vereinnahmen können. Die Differenz von 70 Basispunkten stelle einen relativ kalkulierbaren und stetigen Einnahmestrom dar.

Alles in allem wolle IKB in den kommenden fünf Jahren die Schere zwischen operativen Erträgen und Risiken weiter vergrößern. Dabei wolle man das Eigenkapital bzw. die Rücklagen um ca. 100 Mio. pro Jahr stärken.

Damit bleibt der IKB-Titel, nach Ansicht der Experten von "Finanzwoche", ein defensives Basisinvestment mit einer geschätzten PE von ca. 14 und einer Dividendenrendite von ca. 3%. (6.7.2006/ac/a/d)



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