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Analysen - Nebenwerte
26.06.2006
Aragon Kursziel 28 Euro
BetaFaktor

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Westerburg, 26. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "BetaFaktor" sehen bei der Aragon-Aktie (ISIN DE000A0B9N37/ WKN A0B9N3) ein Kursziel von 28 Euro.

Das Unternehmen sei ein breit diversifizierter Finanzvertriebs-Konzern, der mit mehreren eigenständig auftretenden Tochtergesellschafen auf dem Markt aktiv sei. Die Zielrichtung sei, unter einem Dach verschiedene Vertriebsmodelle zu integrieren, ohne dem jeweils einzelnem Vertrieb seine eigene Identität zu nehmen. Der Effekt sei eine breite Diversifikation über verschiedene Asset-Klassen und Vertriebsarten hinweg und eine damit verbundene hohe Stabilität der Erträge der Gesellschaft. Das Unternehmen stelle sich hier ganz klar anders auf als beispielsweise die Finanzdienstleister MLP oder AWD.

Der Konzern wolle in 2006 einen Umsatz von 66 Mio. Euro und einen Vorsteuergewinn von 4,2 Mio. Euro erwirtschaften. Für 2007 würden Analysten 100 Mio. Euro Umsatz und 10 Mio. Euro Vorsteuergewinn erwarten. Bereits seit drei Jahren wachse die Gesellschaft damit beim Gewinn konstant mit mehr als 100% pro Jahr. Dem Vernehmen nach würden die Analystenschätzungen zudem als eher konservativ gelten. "Eventuelle Akquisitionen, die aus dem Erlös der Kapitalerhöhung getätigt werden sollen, sowie weitere Sondereffekte sind hier noch nicht eingerechnet", habe Aragon-Finanzorstand Ralph Konrad den Experten bestätigt. Es sei also gut Luft nach oben.

Eines der Filet-Stücke des Unternehmens sei z.B. Jung, DMS & Cie. (JDC), der von vielen in der Finanzbranche als der aktuell wachstumsstärkste und erfolgreichste Maklerpool Deutschlands angesehen werde. JDC habe ca. 8.000 Offices (Pool-Partner-Anbindungen). Rund 20.000 freie Finanzberater würden sich dahinter verbergen, die in diesem Jahr rund 0,8 bis 1,0 Mrd. Euro Neugeschäft umsetzen dürften. Das Interessante dabei sei, dass diese Berater bisher nicht exklusiv mit JDC arbeiten und im Durchschnitt bei JDC weniger als 10% ihres Umsatzes abliefern würden. Allerdings stehe eine EU-Richtlinie an, wonach sich alle Finanzberater exklusiv an ihren Pool binden und dann alle Umsätze darüber abwickeln müssten. Deutschland habe diese Richtlinie noch nicht umgesetzt, müsse es aber tun.

Ein weiteres Prachtstück des Unternehmens sei die 51%-Beteiligung an der biw Bank. Diese sei eine Outsourcing-Bank und stelle anderen Finanzdienstleistern und Banken die komplette Bankinfrastruktur zur Verfügung. Sie verfüge über eine hochmoderne Technologie und gelte als eine der modernsten Banken Europas. Aragon würden dann noch die drei weiteren Tochtergesellschaften Fundmatrix (institutioneller Vertrieb), Inpunkto (Vertrieb für private Krankenversicherung) und BIT Treuhand (Spezialvertrieb für geschlossene Fonds) angehören. Sie würden das Portfolio ideal abrunden. Die Gesellschaft sammle mit der derzeitigen Kapitalerhöhung (550.000 neue Aktien mit einem Ausgabepreis von 17,50 Euro) aktuell rund 10 Mio. Euro neue Mittel ein, die Konrad für weitere Akquisitionen verwenden wolle. Hierbei sei der Aragon-CFO besonders an Zukäufen "im Bereich Strukturvertriebe und im Private-Banking-Segment" interessiert.

Hier entstehe ganz still und heimlich ein neuer und potenter Finanzvertriebsverbund. Behalte der Konzern den Schwung bei, könnte man sich in einigen Jahren auf eine Stufe mindestens wie AWD oder MLP stellen - und das bei einer wesentlich diversifizierteren und risikoärmeren Strategie. Gegenwärtig deckle die noch bis zum 27. Juni laufende Kapitalerhöhung den Kurs bei 17,50 Euro. Danach sollte es aufwärts gehen.

Für die Aragon-Aktie sehen die Experten von "BetaFaktor" ein Kursziel von 28 Euro.



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