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Analysen - Ausland
29.05.2006
Halliburton Aktienempfehlung
Bank Hofmann

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Westerburg, 29. Mai 2006 (aktiencheck.de AG) - Frank Hogg, Analyst der Bank Hofmann, empfiehlt die Aktie von Halliburton (ISIN US4062161017/ WKN 853986).

Halliburton, mit Sitz in Houston, Texas, biete den großen integrierten Ölkonzernen und Förderern Ausrüstung und Dienstleistungen für den Bau und den Unterhalt von Plattformen und Raffinerien an, liefere Technologien und Geräte für die Ölsuche und -bohrung, werte Daten aus der Exploration aus und bringe veraltete Anlagen auf Vordermann. Die Verfügbarkeit integrierter Gesamtlösungen sei für den Abschluss großer Serviceverträge ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil.

Mit zunehmender Zufriedenheit werde beobachtet, dass die Ölmultis vermehrt in die über Jahrzehnte vernachlässigte Infrastruktur investieren würden. In den letzten 20 Jahren seien die Investitionen real nur um etwa 2% gewachsen. Um die Fördermenge rasch auszuweiten, würden nun mit oberster Priorität die bereits bestehenden Ölfelder mit neuesten Technologien modernisiert, neue Energiequellen gesucht und unkonventionelle Reserven wie Ölsand erschlossen.

Halliburton sei ausgezeichnet positioniert, um vom mehrjährigen Boom zu profitieren und ihre Leaderposition in der Druckpumpentechnik auszuspielen. Im ersten Quartal 2006 sei das Betriebsergebnis um 31% bei einem Umsatzanstieg von 9% und einer Ausweitung der Betriebsmarge um 250 Basispunkte auf 14,5% gestiegen. Vor allem das Nordamerika-Geschäft habe sehr starke Zahlen präsentiert und die leicht enttäuschenden Resultate im internationalen Bereich der Energy Services Group (ESG) sowie bei der Engineering & Construction Group (KBR) mehr als wettzumachen vermocht.

Nordamerika werde in nächster Zeit den Hauptteil am Wachstum tragen und den Cashflow erzeugen, mit dem die weitere internationale Expansion finanziert werden könne. Die international tätige Halliburton habe sehr gute Beziehungen zu den Regierungen im Nahen Osten, wo die weltweit größten Ölreserven und hinter Russland die zweitgrößten Gasvorkommen lägen. Im aufstrebenden Ölland Libyen sei das Unternehmen ebenfalls vertreten.

Halliburton werde mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2006 und 2007 (geschätzt) von 17,8 und 14,4 zu einem klaren Discount gegenüber Schlumberger (24,3 bzw. 18,9) und Baker Hughes (18,9 bzw. 15,2) gehandelt. Im Aktienkurs eskomptiert seien gewiss die etwas höheren politischen Risiken, die aus dem enormen Engagement im Wiederaufbau des Iraks resultieren würden. Zudem laufe eine Untersuchung der SEC und des US Department of Justice hinsichtlich Vergehen aus vergangenen Aktivitäten von KBR, woraus sich Strafzahlungen ergeben könnten. Trotz dieser Risiken werde Halliburton zweifellos vom außerordentlich attraktiven Umfeld im Ölservicegeschäft profitieren und das geplante IPO von 20% an KBR werde helfen, die Bewertungsdifferenz zu den Hauptkonkurrenten zu verengen.

Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen die Halliburton-Aktie.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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