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News - Ausland
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12.06.2006
Presse: Eli Lilly-Chef lehnt Fusionen und Übernahmen ab
aktiencheck.de
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Westerburg, 12. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Der CEO des amerikanischen Pharmakonzerns Eli Lilly and Co. (ISIN US5324571083/ WKN 858560), Sidney Taurel, lehnt auch nach dem geplanten Zusammenschluss der Bayer AG (ISIN DE0005752000/ WKN 575200) mit der Schering AG (ISIN DE0007172009/ WKN 717200) große Übernahmen oder Fusionen für sein Unternehmen ab. Dies berichtet die "WirtschaftsWoche" in ihrer aktuellen Ausgabe.
"Wir nehmen daran nicht teil. Wer fusioniert, ist oft schwach", so Taurel gegenüber dem Magazin. "Das sind typischerweise Unternehmen, die nicht genügend Arzneien in der Entwicklung haben oder deren Patente bald ablaufen." Es gebe keinen Beweis, dass "zwei Unternehmen gemeinsam mehr Medikamente zu Stande bringen". Der Konzern soll demnach nicht zu den großen Pharmakonzernen aufschließen, da Größe keinen Erfolg garantiere.
Die Nummer zwölf weltweit werde sich weiterhin auf "innovative Medikamente" konzentrieren, sagte Taurel. "Bei Lilly steigt die Zahl der Zulassungen: Von 2001 bis Ende vergangenen Jahres haben wir neun neue Mittel auf den Markt gebracht, im gesamten Jahrzehnt werden es 14 oder 15 sein." Dabei habe Lilly das Ziel, die Kosten bis zur Zulassung eines neuen Präparates deutlich zu senken. "Die Entwicklung eines Medikaments kostet derzeit rund 1 Mrd. Dollar. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts wollen wir bei Lilly mit je 800 Mio. Dollar auskommen."
Die Aktie von Eli Lilly schloss am Freitag an der NYSE bei 51,74 Dollar.
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