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Analysen - Ausland
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07.06.2006
Marks & Spencer kaufen
Aktienservice Research
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Westerburg, 7. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit die Aktien von Marks & Spencer (ISIN GB0031274896/ WKN 534418) zum Kauf.
Der britische Einzelhändler Marks & Spencer habe im Geschäftsjahr 2005/06 (bis Ende März) seinen Marktanteil in Großbritannien erstmals seit drei Jahren wieder von 9,2 Prozent auf 10,1 Prozent steigern können. Der Überschuss habe sich gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent auf 523 Millionen Britische Pfund (GBP) verbessert. Das Ergebnis je Aktie (EPS) sei von 0,19 auf 0,31 GBP geklettert. Profitiert habe Marks & Spencer beispielsweise vom verbesserten Marketing. Auch habe der Konzern seine in die Jahre gekommenen Kaufhäuser modernisiert und entrümpelt, die Preispolitik und das Sortiment geändert. Eine Strategie, die zu fruchten scheine. So würden die Geschäfte neben dem Bekleidungssegment auch bei Lebensmitteln wieder besser laufen. Hier habe es 2005/06 ein Umsatzplus von sieben Prozent gegeben. Insgesamt hätten die Konzernerlöse um vier Prozent auf 7,8 Milliarden GBP zugelegt.
Die vorgelegten Zahlen würden zeigen, dass der Konzern trotz eines schwierigen Handelsumfelds große Fortschritte gemacht habe und auf dem Weg sei, zu alter Stärke zurückzukehren. Sicher mit ein Verdienst von Firmenchef Stuart Rose, der im Mai 2004 das Ruder übernommen habe. Er habe auch die seinerzeit drohende Übernahme durch den Milliardär Philip Green abgewendet. Die Arbeit sei aber noch nicht beendet, und das Renovierungsprogramm sei noch in vollem Gange. Bis Ende des Jahres sollten ungefähr 35 Prozent der Verkaufsfläche renoviert sein. Außerdem sollten mehr Dienstleistungen geboten und der Service erhöht werden. Die nötige Modernisierung sei nicht ganz billig. Fürs laufende Geschäftsjahr seien 300 Millionen GBP vorgesehen. Insgesamt habe der Konzern für 2006/07 Investitionen von 520 bis 570 Millionen GBP veranschlagt. Darunter auch etwa 90 Millionen GBP für neue Geschäfte im In- und Ausland.
Wachstumspotenzial verspreche außerdem der Einstieg in neue Geschäftsfelder wie die Elektronik oder den Verkauf von Kaffee und warmen Speisen zum Mitnehmen. Erste Tests seien erfolgreich gelaufen. Mittlerweile gebe es erste Geschäfte des so genannten Bereichs "Hot food to go". Neben Kaffee würden dort Suppen, Wraps und andere Snacks verkauft. Eine ideale Ergänzung zu den bereits 190 Cafés, die Marks & Spencer in seinen Kaufhäusern betreibe. Damit sei der Konzern die drittgrößte Kaffeekette in Großbritannien. Interessant klinge außerdem die kürzlich vereinbarte Zusammenarbeit mit dem Internetkaufhaus Amazon.com. Diese ebne den Weg für den Verkauf von Produkten über das Internet.
Bei den Investoren komme die Strategie an. Gleiches gelte für die Modernisierung der Kaufhäuser, auch wenn es kritische Stimmen gebe. Einige Investoren würden mit weitaus höheren Ausgaben rechnen. Vielleicht mit ein Grund, warum die Aktie in den vergangenen Wochen korrigiert habe. Dennoch sei fundamental alles im Lot. Die Ergebnisse würden wieder stimmen, und auch die Bilanz habe sich verbessert. Die Netto-Verbindlichkeiten hätten sich im vergangenen Jahr von 2,3 auf 1,7 Milliarden GBP verringert. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 13 für das kommende Geschäftsjahr sei die Aktie günstig zu haben. Die aktuelle Kursschwäche biete daher eine gute Einstiegschance.
Vor diesem Hintergrund lautet das Rating der Analysten von "Aktienservice Research" für die Aktien von Marks & Spencer auf "kaufen". Der Stoppkurs sollte bei 490 GBP platziert werden.
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