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Analysen - Ausland
19.05.2006
Generali H. Vienna Angebot annehmen
Erste Bank

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Christoph Schultes, Analyst der Erste Bank, empfiehlt das Angebot von 52 Euro für die Generali Holding Vienna-Aktie (ISIN AT0000661350/ WKN 873075) anzunehmen.

Mit einem äußerst ansprechenden Kompromiss für die Streuaktionäre im Zuge des Squeeze-out Verfahrens und des damit verbundenen Rückzugs des Unternehmens von der Wiener Börse habe die Hauptversammlung der Generali Holding Vienna geendet. Nach fast elf Stunden habe man sich geeinigt, das bisherige Angebot einer Barabfindung von 42,50 Euro pro Aktie um 9,50 auf 52,00 Euro zu erhöhen. Das Angebot sei letztendlich von allen anwesenden Aktionären angenommen worden und gelte für alle Streuaktionäre, d.h. auch für die in der Hauptversammlung nicht anwesenden.

Der Preis von 52,00 Euro könne als durchwegs attraktiv bezeichnet werden, insbesondere, wenn man die dadurch errechneten Kennzahlen mit denen von Mitbewerbern vergleiche. Das Verhältnis von Kapitalisierung zu Prämienaufkommen ("Price/Premium") liege nach dem jetzigen Angebot bei 1,14. Mitbewerber kämen momentan hier auf deutlich niedrigere Zahlen. Die Wiener Städtische komme auf 1,03, die UNIQA gar nur auf 0,67 und das, obwohl beide Unternehmen deutlich höhere Wachstumsraten aufweisen könnten. Auch bei der bei Investoren sehr beliebten Kennzahl Price/Embedded Value zeige die Generali nun mit 1,70 einen deutlichen Aufschlag gegenüber der Wiener Städtischen (1,37).

Das Fazit könne in diesem Fall nur lauten: Aktionäre, die bis zum Schluss in der Generali investiert gewesen seien und weiterhin auf Versicherungsunternehmen setzen wollten, sollten einen Blick auf Wiener Städtische und UNIQA werfen, die vor dem Hintergrund der gebotenen 52,00 Euro für eine Generali Aktie momentan sehr günstig erscheinen würden. Die Wiener Städtische weise beim momentanen Kurs und dem Kursziel der Analysten von 61 Euro beispielsweise ein Kurspotenzial von über 24% aus.

Das Angebot für die Generali Holding Vienna-Aktie zu 52 Euro sollte, so die Analysten der Erste Bank, aber jedenfalls angenommen werden.



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