|
Analysen - Ausland
|
17.07.2001
Invensys kaufen
Commerzbank
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Analysten der Commerzbank empfehlen die Aktie von Invensys (WKN 860405) unverändert zum Kauf.
Die Gewinnwarnung von Emerson hätte erneut den Druck untermauert, dem die nordamerikanische Branche zur Zeit ausgesetzt sei. Im Bereich Power Systems, in dem es in direktem Wettbewerb zu Invensys stehe, könnte es kurzfristig zu einem Umsatzrückgang von 20 Prozent kommen. Es sei davon auszugehen, dass Invensys seine Prognosen auf der Hauptversammlung am 25. Juli nach unten korrigiere. Man rechne mit einer Reduzierung des operativen Gewinns im laufenden Jahr um 10 Prozent. Diese Enttäuschungen seien bereits größtenteils diskontiert worden, da die Risikobereitschaft für ein Engagement im US-Industriesektor absehbar sei.
Es habe den Anschein, dass der Auftragseingang im Bereich Power Systems und der Q1-Handel in Bereichen wie Telekom und IT mit fast eindeutiger Sicherheit drastisch zurückgegangen sei. Während Bereiche wie das Batteriegeschäft wahrscheinlich stabiler ausgefallen seien, werde Teccors Geschäft in den Bereichen Halbleiter und Telekom sehr schleppend ausgefallen sein. Dies könnte bedeuten, dass der Auftragseingang im ersten Quartal ca. 20 Prozent rückläufig sei. Der operative Verschuldungsgrad auf Basis von geringeren Volumina dürfte die Margen auf ein einstelliges Niveau drücken.
Dieses Szenario würde jetzt für Power Systems auf das Gesamtjahr angewendet. Somit reduziere sich der EBITA-Beitrag um mehr als die Hälfte und die EBITA-Prognose für das laufende Geschäft auf 786 Millionen GBP und liege somit weit unter dem aktuellen Prognoseniveau und 10 Prozent unter der vorherigen vorsichtigeren Prognose. Angesichts der Unsicherheiten in bezug auf die Industrienachfrage in Europa und in den USA könnte sich der Mix durchaus ändern. Während dies gemäß einer eventuellen Erholung in den USA zu pessimistisch erscheinen könnte, würden die Bewertungen weiterhin auf erhebliches Upside-Potenzial schließen lassen.
Das Management werde weiterhin aggressiv auf diese Bedingungen reagieren. Auf Vorsteuerebene könnte sich der Gewinnrückgang mit einem Anstieg der a.o. Posten zur Abdeckung der erweiterten und beschleunigten Restrukturierungsmaßnahmen vermischen.
Die Hauptversammlung am 25. Juli dürfte nähere Informationen liefern. Dem Unternehmen werde bis dahin das vollständige tatsächliche Q1-Ergebnis vorliegen, so dass es zumindest in bezug auf das erste Halbjahr, das laut Management schwach ausfallen werde, eine bessere Vorstellung haben werde. Hinsichtlich der Erholung im zweiten Halbjahr und der Nachhaltigkeit in Europa würden noch Fragen offen bleiben.
In Anbetracht aller Umstände bekräftigen die Experten ihre Kauf-Empfehlung für die Aktie von Invensys.
|