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Analysen - Neuer Markt
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17.07.2001
Basler beobachtenswert
Bluebull
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www.optionsscheinecheck.de
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Gemäß den Aktienexperten von "Bluebull" ist die Aktie Basler (WKN 510200) beobachtenswert.
Das am Neuen Markt notierte Unternehmen entwickele, produziere und vertreibe computergestützte Systeme, die visuelle Informationen verarbeiten könnten. Ein "VisionTechnology-System" könne beispielsweise in einem industriellen Fertigungsprozess Inspektionsdaten für die automatische Beurteilung der Produktqualität liefern.
Bereits Ende letzen Jahres hätten die Wertpapierexperten nach einem Gespräch mit Basler zum Kauf der Aktie abgeraten. Insbesondere wegen eines negativen Cash Flows und einer zu knapp gefüllten Kriegskasse hätten die Experten davor gewarnt sich die Finger zu verbrennen. Mittlerweile sei das Papier von rund 20 Euro auf jetzt 3,70 Euro abgestürzt. Aktuell beschleunige sich der Kursverfall wieder, weswegen die Wertpapierexperten erneut Kontakt zu dem Spezialist für "künstliches Sehen" aufgenommen hätten.
Ein Sprecher des Unternehmens habe den jüngsten Kursverfall gegenüber "Bluebull" mit größeren Verkäufen und einer kaum vorhandenen Nachfrage erklärt. "Es gibt aber keine schlechten News und es stehen auch keine an", so der Sprecher weiter. Allerdings sei die Nachfrage nach wie vor schleppend, eine Belebung des Marktes sehe man bei Basler erst im dritten oder vierten Quartal.
"Uns ist es durch striktes Kostenmanagement aber gelungen, die Ausgaben drastisch zu senken. Deshalb sehen wir keinen Grund für eine Gewinnrevidierung. Das zweite Quartal verlief im Rahmen der Erwartungen, allerdings ist der Bereich Optische Medien weiter schwach. Gut entwickeln sich die neuen Bereiche Hochleistungs-Kamera, Inspektionssysteme für Flachbildschirme und Inspektionssysteme für Kunstfolien, einen positiven Ergebnisbeitrag erwarten wir hier ab dem kommenden Jahr", so der Basler-Sprecher.
Übernahmen seien in nächster Zeit nicht geplant. "Wir müssen erst einmal unsere Hausaufgaben machen, dann können wir auch wieder über externes Wachstum nachdenken." Neues gebe es in Sachen Personalien. Zur Zeit befinde man sich im Endstadium der Gespräche mit zwei hochkarätigen Leuten, die den Vorstand komplettieren sollten. "Ein neuer CFO und einer neuer COO, damit hätten wir dann eine Führungstroika", so der Sprecher. Personelle Konsequenzen, ein Schritt in die richtige Richtung – ob zu spät oder in die falsche Richtung könne erst die Zukunft zeigen.
Nach wie vor befinde sich die Aktie auf dem Weg nach unten. Auch wenn eine technische Erholung überfällig sei, sollte man nicht ins fallende Messer greifen. Beobachtenswert ist Balser allemal, bevor sich ein Turnaround im operativen Geschäft ankündigt, sollte man jedoch eventuell noch vorhandenes Pulver trocken halten, so die Experten von "Bluebull".
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