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Analysen - Nebenwerte
15.05.2006
MEDION halten
Bankhaus Lampe

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Roland Könen, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von MEDION (ISIN DE0006605009/ WKN 660500) weiterhin mit "halten" ein.

MEDION habe Ende der vergangenen Woche die Zahlen für das erste Quartal bekannt gegeben, die insgesamt im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen hätten. Die Umsatzseite reflektiere auf der einen Seite dabei die Neupositionierung des Konzerns mit der Aufgabe von transaktionsintensivem Geschäft. In den Ergebniszahlen würden sich auf der anderen Seite zum Einen die rückläufigen Erlöse sowie nachlaufende Kosten aus Service- und After-Sales-Transaktionen bemerkbar machen. Auf der anderen Seite habe die Gesellschaft aber auch die ersten positiven Effekte auf der Kostenseite verbuchen können. So seien die Personalkosten um rund 11% und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um etwa 26% gesunken.

Nach Angaben des Managements verlaufe der Umbau des Konzerns zurzeit planmäßig. Trotz der ersten positiven Einspareffekte solle sich die volle Wirkung aber erst mittelfristig einstellen, so dass die Gesellschaft 2006 unverändert als ein Jahr des Übergangs bezeichne.

Im Ausblick für das Gesamtjahr 2006 gehe MEDION von einer Verbesserung der Ertragslage frühestens im umsatzstärksten vierten Quartal 2006 aus, da im zweiten und dritten Quartal saisontypisch niedrigere Umsätze erzielt würden. Insgesamt bestätige das Management die Gesamtjahresprognose mit einem Umsatz von ca. 2 Mrd. Euro und einer EBIT-Marge zwischen 1,0% und 1,5%.

Die vorgelegten Daten für das erste Quartal 2006 hätten für die Analysten vom Bankhaus Lampe keine Überraschungsmomente beinhaltet. Der deutliche Umsatzrückgang sei zu erwarten gewesen, nachdem der Konzern die Aufgabe transaktionsintensiver Produkte angekündigt habe. Die Gewinnentwicklung sei angesichts des Umsatzrückgangs ebenfalls nicht verwunderlich. Positiv erkenne man die ersten Effekte aus den Maßnahmen zur Kostenreduzierung, auch wenn die genannten nachlaufenden Service- und After-Sales-Kosten eine Verbesserung der Marge noch nicht zulassen würden.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe seien diesbezüglich zuletzt noch optimistisch gewesen, dass der Konzern die Kosteneffekte im Laufe des Jahres schneller kompensieren könne und hätten deshalb mit 2% eine über der unternehmenseigenen Guidance liegende EBIT-Marge für 2006 angenommen. Aktuell würden sie diese jedoch reduzieren, so dass sie jetzt von einer EBIT-Marge ausgehen würden, die am oberen Ende der Guidance liege.

Entscheidend für die Bewertung der Aktie sei jedoch der Blick auf 2007, da auch die Analysten vom Bankhaus Lampe das laufende Geschäftsjahr als Jahr des Übergangs ansehen würden. Für das kommende Jahr hätten sie ihre Gewinnschätzung unverändert gelassen.

Der Blick auf die Bewertungsmodelle zeigt daher auch unverändert einen Fair Value im DCF-Modell (WACC: 7,1%, Terminal Growth: 0,0%) von 11,30 Euro je Aktie, so dass die Analysten vom Bankhaus Lampe ihr Kursziel von 11,00 Euro sowie ihre "halten" Einschätzung für die MEDION-Aktie bestätigen.



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