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Analysen - Neuemissionen
12.07.1999
Emprise durchschnittlich
EURO am Sonntag

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Das Rating „durchschnittlich“ vergeben die Börsenexperten der Zeitschrift EURO am Sonntag für die Aktien der Emprise Management Consulting AG (WKN 571050).

Auf den ersten Blick scheine der Neue-Markt-Kandidat Emprise ein ganz normales IT-Unternehmen zu sein. Der 1994 in Hamburg als Zwei-Mann-Firma gegründete Dienstleister für Informationstechnologie erwirtschafte 53 Prozent seines Umsatzes in Höhe von 40,4 Millionen Mark mit der Systemintegration von Software. 31 Prozent kämen aus dem Bereich Consulting –speziell die Beratung für die Walldorfer SAP-Software. 16 Prozent hole der 46-jährige Vorstandschef Gerd Nicklisch mit IT-Services ein: Per Funk biete die Tochter Mediascape einen schnellen Internetzugang an. Diese Technik mache es möglich, Daten mit einer Geschwindigkeit zu übertragen, die 30 mal schneller als mit herkömmlichen ISDN-Leitungen sei. Außerdem besitze Emprise die europaweiten Vertriebsrechte für die E-Commerce-Software SelfServe. Mit ihr könnten Internet-Einkäufer sicher per Kreditkarte zahlen. Das Programm sei mit anderen E-Commerce-Systemen, etwa denen vom Unternehmen Intershop, kompatibel.

Doch wer Emprise vorschnell mit IT-Unternehmen wie Heyde, IDS Scheer oder Tria Software vergleiche, übersehe eine Besonderheit: Da Gerd Nicklisch nicht auf die Vorteile der kleinteiligen, schlagkräftigen Unternehmensstruktur verzichten wolle, wandele er eine Abteilung, sobald sie mehr als 50 Mitarbeiter zählt oder 15 Millionen Mark umsetzt, in eine GmbH um. Geschäftsführer und Mitarbeiter würden mit 25 Prozent beteiligt. Sie hätten somit Interesse an einer erfolgreichen Unternehmensstory. Das KGV liege zwischen 27,6 Euro und 31,9. Verglichen mit anderen IT-Unternehmen hebe sich der Börsen-Aspirant bei der Bewertung somit nicht besonders ab.


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