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News - Ausland
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06.04.2006
Presse: Mittal prüft juristische Schritte gegen Arcelor
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Der niederländische Stahlkonzern Mittal Steel Company N.V. (ISIN NL0000361939/ WKN 908621) will möglicherweise juristisch gegen die jüngsten Versuche der Arcelor S.A. (ISIN LU0140205948/ WKN 529385) vorgehen, sich gegen die Übernahme zu wehren.
Arcelor hatte in der vergangenen Woche die Anteile seiner kanadische Tochter Dofasco Inc. (ISIN CA2569007057/ WKN 869794) in eine Stiftung eingebracht, um sich mit diesem Schachzug unattraktiv für eine Übernahme zu machen. Mittal wollte durch den Verkauf von Dofasco einen Teil der knapp 20 Mrd. Euro schweren Übernahme finanzieren. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, ist ein Verkauf von Dofasco aufgrund der Stiftungs-Konstruktion für die kommenden fünf Jahre ausgeschlossen.
"Wir spielen eine Reihe von Möglichkeiten durch, wie die Offerte auf Kurs bleiben kann", erklärte ein Sprecher von Mittal Steel gegenüber der "FTD". Laut dem Bericht ist das Konzernmanagement des niederländischen Branchenprimus daran interessiert, auch weiterhin die Kontrolle über Arcelor zu erlangen. In diesem Zusammenhang ist etwa vorstellbar, dass Mittal beispielsweise beurteilen lässt, ob die Stiftungslösung rückgängig gemacht werden kann. Eine weitere Möglichkeit könnte darin bestehen, Dofasco nach der Übernahme von Arcelor an den deutschen Stahlhersteller ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) zu verpachten. Mit dem deutschen Stahlkonzern hatte sich Mittal bereits auf den Verkauf von Dofasco geeinigt.
Die Aktie von Mittal Steel notiert aktuell mit einem Minus von 0,83 Prozent bei 31,15 Euro, während die Anteilsscheine von Arcelor derzeit in Paris 0,21 Prozent auf 32,97 Euro zulegen können. Die Anteilsscheine von ThyssenKrupp notieren aktuell mit einem Plus von 1,10 Prozent bei 23,91 Euro.
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