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Analysen - Ausland
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03.07.2001
Millipore schnell zugreifen
Der Aktionär
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www.optionsscheinecheck.de
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Nach Ansicht der Wertpapierspezialisten von „Der Aktionär“ könnten risikofreudige Anleger bei Millipore (WKN 857919) schnell zugreifen.
Millipore bestehe - noch aus zwei getrennten Abteilungen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun hätten: Biowissenschaft und Mikroelektronik. Die Gemeinsamkeit der beiden Branchen bestehe darin, dass sich Millipore auf Trenn- und Reinigungsverfahren spezialisiert habe, die einerseits im chemisch-biologisch-medizinischen Bereich eingesetzt würden, andererseits aber auch bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von Halbleitern.
Bereits im vergangenen Herbst hätte die Unternehemensführung angekündigt, dass sie die Mikroelektroniksparte als eigenständige Gesellschaft, namens Mykrolis, an die Börse bringen wolle. Millipore werde die Trennung von Mykrolis mit Sicherheit zugute kommen, da das Halbleitersegment im Gegensatz zur Abteilung Bioscience negative Wachstumsraten aufweise.
Das erste Quartal 2001 sei aufgrund der schlechten Ergebnisse im Bereich Mikroelektronik nicht sehr erfolgreich gewesen. Die Gewinnschätzungen seien daraufhin nach unten revidiert worden. Mit einem geschätzten KGV von 23 für das Jahr 2002 sei Millipore im Vergleich zu anderen technologieunternehmen zwar relativ günstig bewertet. Als ausgesprochenes Schnäppchen sei die Aktie jedoch nicht zu bezeichnen.
Wenn man davon ausgehe, dass die Ausgliederung planmäßig stattfinde, würden sich die Fundamentaldaten des Unternehmensweiter in den positiven Bereich verschieben. Die entsprechenden Erwartungen seien offensichtlich noch nicht in den Kurs eingepreist.
Konservativ orientierte Investoren sollten für die Aktie von Millipore ein Kauflimit bei 55 US-Dollar platzieren, so die Analysten von „Der Aktionär“.
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