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Analysen - TecDAX
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22.03.2006
MediGene akkumulieren
Pacific Continental Sec.
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" stufen die Aktie von MediGene (ISIN DE0005020903/ WKN 502090) unverändert mit "akkumulieren" ein.
Das Biotech-Unternehmen MediGene habe seine Geschäftszahlen für 2005 veröffentlicht und den Verlust im vergangenen Jahr reduzieren können.
Wie das im TecDAX notierte Unternehmen heute mitgeteilt habe, hätten sich die Gesamterlöse von 13,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 19,7 Mio. Euro in 2005 erhöht. Neben dem Anstieg der Erlöse durch die Vermarktung des Medikaments Eligard habe dazu auch der Abschluss eines Lizenzvertrags mit der Glaxo Group Ltd. beigetragen. Der operative Verlust (EBIT) sei um 22% von 14,7 Mio. Euro auf 11,5 Mio. Euro zurückgegangen. Im Jahresabschluss 2005 habe eine Wertberichtigung auf an der QLT Inc. gehaltene Aktien vorgenommen werden müssen. Diese Wertberichtigung habe das Nettoresultat mit 1,5 Mio. Euro deutlich belastet, dennoch habe sich der Nettoverlust um 5% von 12,7 Mio. auf 12,0 Mio. Euro reduziert. Der Barmittelbestand habe durch den Abschluss einer Vermarktungspartnerschaft für Polyphenon E in den USA mit Bradley Pharmaceuticals Inc. und der jüngst erfolgreich platzierten Kapitalmaßnahme auf derzeit über 50 Mio. Euro zugenommen.
Die Geschäftsführung von MediGene stelle für das laufende Geschäftsjahr einen Anstieg der Gesamterlöse um 50% auf ca. 30 Mio. Euro in Aussicht. Diese Guidance setze eine Zulassung der Polyphenon E-Salbe in den USA in diesem Jahr und die weitere planmäßige Markteinführung von Eligard in den restlichen europäischen Ländern voraus. Zudem erwarte das Management weitere Meilensteinzahlungen vom Vermarktungspartner Astellas Pharma Europe Ltd. Der Barmittelbestand sollte dann am Jahresende bei über 50 Mio. Euro liegen. Zur Stärkung des Wachstums schließe die Biotechschmiede aus Martinsried mittel- bis langfristig den Erwerb von Medikamenten-Lizenzen und Akquisitionen nicht aus.
Nach Ansicht der Wertpapierexperten seien die Geschäftszahlen für 2005 im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Die kurzfristige Geschäftsentwicklung werde primär von der Zulassung der Polyphenon E-Salbe und der weiteren Entwicklung von Eligard abhängen.
Mittel- bis langfristig dürfte verstärkt die EndoTAG-Technologie in den Fokus rücken. Für diese habe MediGene von der Bayerischen Forschungsstiftung (BFS) Fördermittel in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro erhalten, die sich über einen Zeitraum von drei Jahren verteilen würden. Die Mittel wolle das Unternehmen zur Entwicklung der EndoTAG-Technologie bei Erkrankungen außerhalb der Krebstherapie einsetzen. Der Nachweis erweiterter Anwendungsmöglichkeiten der EndoTAG-Technologie biete MediGene die Möglichkeit, frühzeitig Kooperationen außerhalb des Schwerpunktes Onkologie einzugehen. Gelinge MediGene hier der Durchbruch, würde sich vermutlich ein Milliardenmarkt für die Gesellschaft öffnen. Für das Krebsmittel EndoTAG erwarte Konzernchef Heinrich einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde Euro.
MediGene stelle ein spekulatives aber auch sehr aussichtsreiches Investment dar. Im Gegensatz zu anderen Biotech-Gesellschaften habe das Unternehmen bereits ein Präparat (Eligard) auf dem Markt eingeführt. Zudem halte man die Produktpipeline der Martinsrieder für sehr viel versprechend. Bei einem aktuellen Kurs von 8,39 Euro sei der TecDAX-Titel attraktiv bewertet.
Die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" bestätigen ihr "akkumulieren"-Rating für die MediGene-Aktie.
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