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Analysen - Ausland
24.02.2006
Interbrew kaufen
National-Bank AG

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Steffen Manske, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie von Interbrew (ISIN BE0003793107/ WKN 590932) weiterhin mit "kaufen" ein.

Interbrew habe das vergangene Geschäftsjahr erfolgreich beendet und mit einem organischen Umsatzanstieg um 7,2% auf 11,656 Mrd. EUR den Konsens von 11,51 Mrd. EUR übertroffen. Grundlage dafür sei im Wesentlichen die organische Volumenausweitung um 5,4% gewesen. Das EBITDA sei organisch um 15,3% auf 3,339 Mrd. EUR gesteigert worden und habe ebenfalls über den Erwartungen von 3,2 Mrd. EUR gelegen. Das Ergebnis je Aktie habe 1,71 EUR betragen. Die Dividende solle 0,48 EUR (Konsens: 0,44 EUR) betragen. Hervorzuheben sei, dass in allen Regionen Ergebnissteigerungen erzielt worden seien. Gleiches gelte mit Ausnahme von Nordamerika auch für die Umsatzentwicklung.

Die Konzernstärke sei nach Meinung der Analysten die breite Diversifikation. Interbrew erziele in vielen Regionen Volumen- und Umsatzsteigerungen. Dies treffe für Westeuropa und Nordamerika nicht mehr zu. Jedoch bestünden hier auch Möglichkeiten durch Restrukturierungen die Ergebnissituation zu verbessern. In Nordamerika habe Interbrew im letzten Jahr Erfolge erzielen können. Man halte daher die Bekanntgabe des Stellenabbaus von 360 Mitarbeitern in West- und Osteuropa - Interbrew beschäftige ca. 77.000 Mitarbeiter - für einen völlig normalen Unternehmensprozess.

Auch die Frage nach den sich daraus ergebenden Kosteneinsparungen betrachte man im Kontext zur Unternehmensgröße als wenig relevant. Interbrew setze weiter auf das Markenbewusstsein der Käufer. So sei das organische Volumen der drei Marken Brahma, Stella Artois und Becks mit 11,5% deutlicher als das Konzernvolumen gestiegen.

Innerhalb der Peergroup habe sich das Bewertungsbild von Interbrew in jüngster Zeit verbessert. So liege das 2006-er KGV von 17,5 unter dem Branchenschnitt von 18,8. Gleiches gelte für das 2006-er KCV, wo Interbrew mit einem 9,5fachen (Branche: 11,0) des operativen Cashflows bewertet werde. Dies sei aus der Sicht der Analysten aufgrund der höheren Profitabilität und besserer Wachstumsperspektiven nicht gerechtfertigt. Das 2006-er PEG - als Verhältnis aus KGV und Ergebniswachstum - von 0,67 verdeutliche die Unterbewertung ebenso. Im Vergleich mit den historischen Standards zeige sich mit Ausnahme des MV/Umsatz in allen von den Analysten betrachteten Relationen ein Kurspotenzial.

Auch wenn der Ausblick - Margenziel für Ende 2007 von 30,0% (2005: 28,6%) - als enttäuschend gewertet werden könne, erachte man die erzielten Ergebnisse als positiv und ausschlaggebend. Mit Wachstumspotenzialen und Restrukturierungsplänen erwarte man weitere Unternehmensfortschritte im aktuellen Jahr.

Die Analysten der National-Bank AG bekräftigen ihr "kaufen"-Votum für die Aktie von Interbrew und das Kursziel von 45,00 EUR. Man rate zu Käufen bis 41,50 EUR und zur Beachtung des Stopp-Loss-Limits von 32,50 EUR.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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