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News - Ausland
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17.02.2006
Delphi verhandelt weiter mit General Motors und UAW
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Die bankrotte Delphi Corp. (ISIN US2471261055/ WKN 918726), der größte Automobilzulieferer in den USA, teilte am Freitag mit, dass sie erneut einen gerichtlichen Antrag zur Auflösung von Arbeitsverträgen bzw. Kürzung von Pensionsplänen verschoben hat, um mit ihrer ehemaligen Muttergesellschaft General Motors Corp. (ISIN US3704421052/ WKN 850000) und ihren Gewerkschaften eine Einigung zu erzielen.
Der Konzern, der im Oktober 2005 den bisher größten Konkurs in der US-Automobilindustrie angemeldet hatte, ist angesichts der jüngsten Fortschritte im Rahmen der laufenden Gespräche bestrebt, die Verhandlungen mit General Motors, seinem größten Kunden, und vor allem mit der UAW (United Auto Workers), seiner größten Gewerkschaft, bis zum 30. März erfolgreich zu einem Abschluss zu bringen.
Bereits Ende Dezember hatte man beschlossen, die Einreichung von Anträgen zur Auflösung von Arbeitsverträgen bzw. Kürzung von Pensionsplänen vorläufig auf den 20. Januar 2006 zu verschieben. Nun wurde diese Einreichung - im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen - bereits zum dritten Mal auf den 31. März verschoben.
Im Vorfeld hatte die UAW mit einem Streik gedroht, was abgesehen von Delphi selbst vor allem General Motors geschadet hätte. Delphi ist jedoch nach wie vor der Ansicht, dass die Löhne und Bonuszahlungen für seine 34.000 Teilzeitkräfte in den USA nicht mehr konkurrenzfähig sind.
Der Delphi-Konzern, der weltweit fast 50.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat am 10. Oktober einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt. Das Unternehmen, das 1999 von General Motors abgespaltet wurde, beabsichtigt nach seinen letzten Aussagen, den Gläubigerschutz Anfang bzw. Mitte 2007 zu verlassen.
Die Aktie von Delphi notiert an der OTC aktuell bei 0,33 Dollar (+0,61 Prozent), die von General Motors an der NYSE bei 22,68 Dollar (+1,80 Prozent).
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