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Analysen - Ausland
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15.02.2006
Warner Music reduzieren
Pacific Continental Sec.
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" stufen die Aktie von Warner Music (ISIN US9345501046/ WKN A0EAC8) von "halten" auf "reduzieren" herunter.
Die US-Plattenfirma habe gestern die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. Hier habe der Konzern einen deutlichen Gewinnanstieg verkünden können.
Laut der Unternehmensführung sei der Nettogewinn von 36 Mio. USD bzw. 0,31 USD je Aktie im Vorjahreszeitraum auf 69 Mio. USD bzw. 0,46 USD je Aktie gesteigert worden. Positiv sei dabei insbesondere die Entwicklung auf der operativen Seite. So habe das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 144 Mio. USD zugelegt. Die operative Marge habe dabei um 1,9 Prozent-Punkte auf 13,8 Prozent stark ausgebaut werden können. Marktexperten hätten für das erste Quartal einen Gewinn von 0,40 USD je Aktie in Aussicht gestellt. Ihre Erwartungen seien übertroffen worden.
Beim Umsatz habe der US-Konzern allerdings einen leichten Rückgang von 1,09 Mrd. USD auf 1,04 Mrd. USD hinnehmen müssen. Dabei sei das Geschäft in der Hauptsparte "Recorded Music" um 2 Prozent auf 920 Mio. USD gesunken. Besonders stark habe sich hier der Unterbereich "Digital Recorded Music" gezeigt, welcher gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 25 Mio. USD auf 69 Mio. USD zugelegt habe. Laut dem Konzern seien im ersten Quartal die Songs von Madonna, Enya, James Blunt, Green Day und Notorious B.I.G. besonders gefragt gewesen. Per Saldo seien die Erwartungen des Marktes, der mit Umsätzen von 1,1 Mrd. USD gerechnet habe, allerdings enttäuscht worden.
Bereits am Montag sei bekannt geworden, dass Patrick Vien, ein Manager von NBC Universal, mit sofortiger Wirkung zum Chairman und CEO der Sparte Warner Music International ernannt worden sei. Vien trete damit die Nachfolge von Paul-Rene Albertini an und leite künftig die internationalen Platten-Aktivitäten außerhalb der Vereinigten Staaten.
Nach Ansicht der Wertpapierexperten habe Warner Music für das erste Quartal einen erfreulichen Gewinnzuwachs geboten. Einen negativen Beigeschmack hinterlasse jedoch der gesunkene Umsatz. Potenzial sollte auf langfristige Sicht das Digital Recorded Music-Geschäft bieten, welches derzeit im Fokus der Konzernleitung liege. Allerdings hätten sich die mittelfristigen Markterwartungen zuletzt eingetrübt. So würden für das kommende Geschäftsjahr vom Markt lediglich 0,29 USD je Aktie nach zuletzt 0,36 USD Gewinn je Aktie erwartet. Bei einem derzeitigen Kurs von 20,43 USD komme das 2007er KGV damit auf einen Wert von rund 70, womit das Papier derzeit zu teuer sei.
Vor diesem Hintergrund nehmen die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" für die Warner Music-Aktie ein Downgrade von "halten" auf "reduzieren" vor.
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