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09.02.2006
AIG schließt Vergleich, erwartet Sonderbelastungen in Milliardenhöhe
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Der Versicherungskonzern American International Group Inc. (AIG) (ISIN US0268741073/ WKN 859520) hat im Rahmen der laufenden Untersuchung bezüglich seines Bilanzierungsskandals einen milliardenschweren Vergleich mit den zuständigen Behörden erzielt.
Wie der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Versicherer am Donnerstag bekannt gab, wird AIG im Rahmen der getroffenen Vereinbarung insgesamt 1,64 Mrd. Dollar an das New York Attorney General, das New York Insurance Department, die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde SEC und das amerikanische Justizministerium Department of Justice überweisen. In diesem Zusammenhang wird der Versicherungskonzern im vierten Quartal des laufenden Fiskaljahres eine Sonderbelastung in Höhe von 1,15 Mrd. Dollar ausweisen.
AIG wird dabei unter anderem 800 Mio. Dollar in einen Fonds unter der Aufsicht der SEC einbezahlen, aus dem wiederum Entschädigungszahlungen an Investoren und Anleger geleistet werden, welche in Zusammenhang mit den Bilanzierungspraktiken des US-Konzerns finanzielle Schäden erlitten hatten. Weitere 375 Mio. Dollar der Vergleichssumme sollen in einen Fonds zur Entschädigung von Versicherten einbezahlt werden, welche bei AIG Sachversicherungen zu überhöhten Preisen über einen Versicherungsmakler abgeschlossen hatten.
Gegen AIG waren in der Vergangenheit in Zusammenhang mit unzulässigen Bilanzierungsmethoden, der Täuschung von Investoren, fragwürdiger Praktiken beim Umgang mit Versicherungsbrokern und weiteren Delikten eine Reihe von Untersuchungsverfahren eingeleitet worden.
Des Weiteren wird AIG im vierten Quartal in Zusammenhang mit Sturmschäden in den USA eine weitere Sonderbelastung in Höhe von 150 Mio. Dollar auweisen, welche damit um 9,4 Prozent oberhalb der zuletzt veröffentlichten Schätzung des Versicherungskonzerns liegt.
Die Aktie von AIG gewinnt aktuell 1,96 Prozent auf 67,68 Dollar.
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