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News - Ausland
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02.03.1999
Renault steigert Nettogewinn
vwd
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Der französische Automobilhersteller Renault (WKN 893113) führt den überproportionalen Gewinnanstieg auf Einsparungen und die erfolgreiche Einführung von drei neuen Modellen zurück. Analysten hatten mit einem Nettogewinn von EUR 1,30 Mrd. gerechnet. Die Ausgaben seien um EUR 1,37 Mrd. reduziert worden. Renault will bis 2000 insgesamt EUR 3,05 Mrd. einsparen. Aufgrund von Stellenkürzungen seien allerdings einmalige Kosten von EUR 89,6 Mio. angefallen. Hiervon sei vor allem das Werk in Argentinien, wo Renault einen Marktanteil von etwa 20 Prozent hat, betroffen gewesen, hieß es. Der Kleinbus "Megane Scenic", das Stadtauto "Clio 2" sowie der Kleintransporter "Kangoo" seien auf große Resonanz beim Publikum getroffen. Dank der neuen Modelle habe die Pkw-Sparte ihren operativen Ertrag aus dem laufenden Geschäft mit EUR 1,5 Mrd. mehr als vervierfacht. Wie Verwaltungsratschef Louis Schweitzer weiter berichtete, sollen die Gespräche mit der Nissan Motor Co Ltd, Yokohama, über eine Allianz bzw. den Einstieg bei den Japanern vertieft werden. Zudem denke Renault über den Bau einer neuen Produktionsstätte in Mexiko nach. Schweitzer bezeichnete 1998 als Erfolgsjahr, warnte angesichts des rückläufigen Automobilmarktes in Westeuropa sowie den wirtschaftlichen Turbulenzen in Lateinamerika aber auch vor Schwierigkeiten im laufenden Jahr. Er rechne deshalb nur mit einem Anstieg des Betriebsgewinns im Ausmaß des angestrebten Umsatzzuwachses von rund vier Prozent. Den Ertrag aus laufendem Geschäft (ohne Sonderposten) bezifferte Schweitzer für 1998 auf FRF 1,92 Mrd., mithin 5,2 Prozent vom Umsatz. Damit seien sowohl das Ziel von 4 Prozent als auch die Schätzungen der Analysten von 4,1 Prozent deutlich überschritten worden.
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