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Analysen - Ausland
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03.02.2006
Raiffeisen International akkumulieren
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Angelika Zwerenz und Daniel Lion, Analysten der Erste Bank, belassen ihr Rating für die Aktie von Raiffeisen International (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU) weiterhin bei "akkumulieren".
Etwa ein halbes Jahr nach dem Erwerb der ukrainischen Bank Aval habe Raiffeisen International diese Woche wieder mit einer großen Akquisition aufgewartet. Raiffeisen International sei schon bisher im russischen Markt präsent gewesen - mit dem Kauf der russischen Impexbank verbessere Raiffeisen International ihre Marktposition in Russland vom 10. auf den 7. Platz mit nunmehr 1,9% Marktanteil. Die von sieben russischen Unternehmen verkaufte Impexbank verfüge über etwa 190 Filialen und 350 Mini-Filialen (z.B. in Einkaufszentren), die landesweit verteilt seien.
Basierend auf den Halbjahreszahlen 2005 entspreche der Kaufpreis von etwa EUR 454 Mio. für 100% dem 3,6-fachen Buchwert. Der Abschluss des Deals werde für spätestens Mitte Mai 2006 erwartet. Für die Finanzierung der Akquisition werde heuer keine Kapitalerhöhung nötig sein, das Raiffeisen International-Management habe für 2007 eine mögliche Kapitalerhöhung ins Auge gefasst. In der Zwischenzeit könnte Raiffeisen International ihre durch die Akquisition in Russland reduzierte Kernkapitalquote mit Hybridkapital auf die angestrebten 8% anheben.
Die Analysten der Erste Bank würden den Kaufpreis im jetzigen Umfeld als attraktiv ansehen. Russland biete sehr starke Wachstumsraten und hohe Margen, gleichzeitig dürfe aber das politische Risiko nicht außer Acht gelassen werden. In Summe sehe man die Akquisition etwa auch aufgrund der Tatsache, dass dadurch naturgemäß viel langsamer voranschreitendes organisches Wachstum vorweg genommen werde, klar positiv.
Die Analysten der Erste Bank werden ihre Schätzungen für die Aktie von Raiffeisen International überarbeiten und bleiben in der Zwischenzeit bei ihrer "akkumulieren"-Empfehlung.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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