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Analysen - Ausland
12.06.2001
Invensys neutral
Helaba Trust

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Die Helaba Trust-Analysten haben die neutrale Einstufung von Invensys (WKN 860405) bestätigt.

Der Integrationsprozeß des aus Siebe Group und BTR Group (beide GB) entstandenen Konzerns solle dieses Jahr enden und mit Synergien von 300 Mio. GBP verbunden sein. Der Elektronikausrüster profitiere vor allem von den Restrukturierungswellen in industriellen Fertigungsprozessen. Er gliedere sich in die Bereiche Automatisierungs- (Automation Systems, Umsatzanteil 2000/01: 22%), Energie-(Power Systems, 23%), Steuerungs- und Regeltechnik (Control Systems, 30%) sowie Software (Software Systems, 17%). Letzterer wurde erst im Sommer 2000 im Zuge der Akquisition der bankrotten Baan (NL) gebildet. Die übrigen Aktivitäten (8%) –bislang Kerngeschäft – würden gemäß einer verschärften Fokussierungsstrategie zum Verkauf stehen.

Nach der Gewinnwarnung im ersten Halbjahr 2000/01 sei auch das zweite Semester relativ enttäuschend verlaufen. So habe das schwache H1-Ergebnisniveau auf Segmentebene knapp gehalten werden können. Insbesondere Control Systems hätten neuerlich abgebaut, während Software Systems Fortschritte in Richtung einer nachhaltig positiven Marge erzielt habe. Deutlich erhöhte Goodwill-Abschreibungen durch die 8-Monate-Konsolidierung von Baan und höhere Zinsaufwendungen hätten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aber weiter einbrechen lassen. Wenigstens hätten die Verluste aus Beteiligungsverkäufen nicht mehr so stark zu Buche geschlagen, so dass unter dem Strich ein Überschuß verblieben sei.

Aufgrund des schwachen Cash flows habe sich aber die Verschuldungsrate deutlich - und inzwischen besorgniserregend - nach oben geschraubt. Der Börsengang von Power Systems stehe zwar weiter auf der Agenda, angesichts der unattraktiven Börsenbedingungen aber nicht unmittelbar bevor. Höhere Zinsaufwendungen dürften die Folge sein. Mehr denn je stehe damit die Profitabilität des Konzerns auf der Kippe. Die volatilen Märkte in UK und USA würden ebenfalls zur starken Prognoseunsicherheit beitragen (auch in positiver Richtung).

Mit Blick auf Übernahmephantasie und deutliche Bewertungsabschläge gegenüber ABB und Schneider plädieren die Analysten des Helaba Trusts zwar für die Beibehaltung der neutralen Gewichtung. Die Tendenz sei aber eher zum Negativen.



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