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Analysen - Ausland
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07.06.2001
Gillette neutral
Merrill Lynch
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Die Analysten von Merrill Lynch stufen die Aktie des Konsumgüterproduzenten Gillette (WKN 853194) von bisher „accumulate“ auf „neutral“ herab.
Der neue Vorstandsvorsitzende des Unternehmens Jim Kelts habe am 6. Juni sein Wall Street Debüt gegeben. Er habe die vorrangigen Ziele seines Konzerns deutlich gemacht. Diese seien die Sicherung der Marktanteile, Kostenreduzierungen und eine Aufwertung des Unternehmens.
Jim Kilt wolle die Werbeausgaben signifikant erhöhen um das weitere Abbröckeln der Marktanteile seiner mittleren Marken (zum Beispiel Duracell CopperTop oder Rasiermesser) zu stoppen. Auch plane man, die Lagerbestände beträchtlich zu verringern und die Verweildauer seiner Produkte im Lager zu senken. Des weiteren plane die Firmenleitung, ca. 75 Prozent des SKUs in Nordamerika zu reduzieren. Diese 75 Prozent des SKUs generieren 5 Prozent des Absatzes.
Die Analysten senken ihre Gewinnschätzungen für das Finanzjahr 2001 um 0,10 US-Dollar auf jetzt nur noch 1,00 US-Dollar Gewinn je Aktie; ihre Schätzungen für das Jahr 2002 senken sie um 13 Cents auf nun nur noch 1,10 US-Dollar. Langfristig rechne man mit einem Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent, der Gewinn könne auf lange Sicht sogar um elf bis zwölf Prozent wachsen.
Trotz der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen müsse man die Aktie abstufen, da man nicht wisse, wann diese Maßnahmen greifen würden. Die Wertpapierexperten von Merrill Lynch geben der Aktie von Gillette daher mittelfristig das Prädikat „neutral“; langfristig bewerten sie die Aktie mit „buy“.
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