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Analysen - Ausland
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01.06.2001
Beko spekulativer Kauf
RZB Österreich
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Die Analysten der österreichischen Raiffeisenzentralbank (RZB) stufen die Aktie der Beko Holding AG (WKN 920503) nach wie vor als spekulativer Kauf ein.
BEKO Holding habe im 1. Quartal 2001 ergebnismäßig den Markt positiv überraschen können. Die BEKO-Gruppe habe einen Gesamtumsatz von rd. Euro 23 Mio. erzielt. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) habe Euro 1,9 Mio. betragen, die Gewinnmarge 8,3% sowie der Gewinn vor Steuern Euro 2,1 Mio.. Mit diesen Ergebnissen sei die Gruppe deutlich über den Vorjahreswerten gelegen. Unter dem Einfluss der österreichischen Tochter Ing. P.Kotauzcek habe auch das operative Ergebnis der Gruppe deutlich gesteigert werden können. Damit sei es der Gruppe gelungen, den positiven Trend, der ab dem 4.Quartal 2000 eingesetzt habe, nachhaltig zu steigern.
In der jüngst publizierten Analyse der RZB hätten die Analysten in ihrem Business-Modell für 2001 ein EBIT von Euro 2,6 Mio. vorgesehen. Nunmehr gingen sie davon aus, dass BEKO den geplanten EBIT-Wert übertreffen werde. Die Analysten wollen daher ihre Schätzung nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen dementsprechend anpassen.
Das Finanzergebnis der BEKO-Gruppe sei mit Euro 1,1 Mio. positiv gewesen. Unter der Annahme, dass keine wesentlichen Kursänderungen bei den derzeit börsenotierten Beteiligungen eintreten, erwarten die Analysten, dass BEKO im 2. Quartal das Finanzergebnis durch Zuschreibungen deutlich steigern werde. Aktuell betrage der Wertzuwachs des Beteiligungsportfolios mehr als Euro 3 Mio.. Darüber hinaus habe BEKO im 1. Quartal die Beteiligung von AC-Service/GER auf 23,5% aufgestockt.
Mit der Neuausrichtung der BEKO Holding AG (Übernahme der Funktion einer Beteiligungsholding mit dem Ziel, ein umfassendes Netzwerk von Beteiligungen im IT-Service-Bereich aufzubauen) hätten sich für die Aktie interessante Perspektiven eröffnet. So werde die Ergebnisentwicklung von BEKO zukünftig zunehmend vom Wertansatz des Beteiligungsportfolios mitbestimmt werden. Des Weiteren verfüge BEKO über einen nach wie vor hohen Cash-Bestand, der sich um rd. Euro 300.000 auf Euro 29,5 Mio. Ende März 2001 erhöht habe. BEKO habe daher im Hinblick auf weitere Beteiligungskäufe ausreichende Mittel zur Verfügung und darüber hinaus die Möglichkeit, die Gruppe zu einem attraktiven IT-Dienstleister am deutschsprachigen IT-Markt zu machen.
Die Analysten der RZB haben den fairen Wert der BEKO-Aktie (nach der DCF-Methode sowie nach Multiples) in der Bandbreite von Euro 14-17 ermittelt. Sie bekräftigen ihre derzeitige "Spekulativer Kauf - Empfehlung".
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