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News - Marktberichte
28.12.2005
Börsen in Europa: Leicht grüne Vorzeichen, Ölwerte unter Druck
aktiencheck.de

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Nach einem leicht negativen Start aufgrund deutlicher Kursverluste der Wall Street am Vorabend erholen sich die europäischen Börsen zunehmend. So gewinnt der Dow Jones EURO STOXX 50 aktuell leicht um 0,05 Prozent auf 3.614,13 Punkte. Der auch britische und schweizerische Werte umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,19 Prozent auf 3.364,33 Zähler. Der in Paris beheimatete EURONEXT 100 tendiert 0,03 Prozent schwächer bei 817,23 Punkten. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich überwiegend positiv, die deutlichsten Aufschläge verzeichneten der britische Leitindex FTSE 100 und der schweizerische SMI.

In London legen Papiere von Cadbury Schweppes um 1,4 Prozent zu, nachdem der Getränkekonzern bekannt gab, sich im Rahmen seiner weiteren Konzentration auf das Kerngeschäft von einem Geschäftsbereich getrennt zu haben. Papiere des Pharmakonzerns AstraZeneca, der mit Targacept eine Lizenzvereinbarung für das Alzheimer-Medikament TC-1734 geschlossen hat, verteuern sich um 1,1 Prozent. Unter Druck stehen indes die beiden Ölwerte BP und Royal Dutch Shell, nachdem sich der Ölpreis aufgrund des milden Klimas in den USA weiter rückläufig entwickelt.

In Paris avancieren Aktien von Schneider Electric mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent zum stärksten Wert im Leitindex CAC40, auch Papiere der beiden Automobilbauer Renault und Peugeot stehen auf dem Kaufzettel der Anleger und fahren jeweils um 0,8 Prozent nach vorne. Leicht abwärts geht es indes für TOTAL und Gas de France, deutliche Einbußen erleiden EADS, Thomson sowie Thales.

Gewinnmitnahmen drücken in Wien auf Anteilsscheine des Flughafen Wiens, die 2,5 Prozent absacken. Rote Vorzeichen prägen das Bild unter anderem auch beim Mineralölkonzern OMV, dessen Aktien 0,7 Prozent abgeben. In Zürich legen indes Papiere der Swiss Life 1,4 Prozent zu, deutlicher nach oben geht es daneben auch für ABB und Kudelski.

Indexstände (13:58 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.614,13 (+0,05 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.364,33 (+0,19 Prozent)

EURONEXT 100: 817,23 (-0,03 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.618,20 (+0,41 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.770,04 (+0,01 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 35.838,00 (-0,02 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 10.777,00 (+0,04 Prozent)

SMI (Zürich): 7.586,52 (+0,50 Prozent)

ATX (Wien): 3.641,76 (+0,03 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca plc (ISIN GB0009895292/ WKN 886455) hat eine Lizenzvereinbarung für das Alzheimer-Medikament TC-1734 geschlossen. Wie der Konzern heute bekannt gab, wurde mit der Targacept Inc. ein umfangreiches Forschungs- und Vermarktungsabkommen zur Kommerzialisierung des in der klinischen Phase II befindlichen Medikaments zur Behandlung von Alzheimer, Schizophrenie und anderen Geisteskrankheiten vereinbart. Im Rahmen dieser Vereinbarung erhält Targacept von AstraZeneca ein so genanntes Upfront-Payment in Höhe von 10 Mio. Dollar sowie, bei erfolgreicher Entwicklung der vierjährigen Kooperation, eine weitere Meilensteinzahlung in Höhe von 20 Mio. Dollar und eine Zahlung in Höhe von 26 Mio. Dollar zur Unterstützung der Forschungsarbeit. Insgesamt zahlt der britische Pharmakonzern inklusive der Upfront-Payment sowie Meilensteinzahlungen rund 300 Mio. Dollar an Targacept. Außerdem erhält Targacept umsatzabhängige Zahlungen aus dem Verkauf des Medikaments.

Die britische HSBC Holdings plc (ISIN GB0005405286/ WKN 923893) hat eine Minderheitsbeteiligung an der Vietnam Technological and Commercial Joint Stock Bank (Techcombank) erworben. Wie das Kreditinstitut heute bekannt gab, beinhaltet das geschlossene Abkommen den Erwerb von 10 Prozent der Anteile der Techcombank für umgerechnet rund 17,3 Mio. Dollar. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden haben der Transaktion zugestimmt, so dass diese in voraussichtlich in Kürze abgeschlossen werden kann. Bei der Techcombank handelt es sich um die drittgrößte vietnamesische Bankgesellschaft mit einer Bilanzsumme in Höhe von 482 Mio. Dollar sowie insgesamt 45 Niederlassungen und rund 1.000 Mitarbeitern.

Der britische Konditorei- und Getränkekonzern Cadbury Schweppes plc (ISIN GB0006107006/ WKN 853392) hat sich im Rahmen seiner weiteren Konzentration auf das Kerngeschäft von einem Geschäftsbereich getrennt. Wie der Konzern heute bekannt gab, wurde mit Mizkan Americas ein Abkommen über den Verkauf der Kochwein-Marke "Holland House" geschlossen. Der Verkaufspreis wurde auf 37 Mio. Dollar in bar beziffert. Cadbury Schweppes hatte zuletzt seine US-Marke Grandma's Molasses für 30 Mio. Dollar in bar an die B&G Foods Inc. (ISIN US05508R2058/ WKN A0DKV8) veräußert.

Ein Konsortium aus der kanadischen Bombardier Inc. (ISIN CA0977512007/ WKN 866671) und dem französischen Mischkonzern Alstom S.A. (ISIN FR0000120198/ WKN 914815) hat von der Deutsche Bahn AG einen Großauftrag erhalten. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat die Deutsche Bahn insgesamt 78 vierteilige elektrische Triebzüge der Baureihe ET 422 geordert. Die elektrischen Triebzüge der Baureihe 422, die zwischen 2008 und 2012 ausgeliefert werden, sind für den Einsatz im S-Bahnnetz des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr bestimmt. Die Züge sollen dabei ältere Fahrzeuge ersetzen. Das Auftragsvolumen liegt den Angaben zufolge bei mehr als 300 Mio. Euro.

Der österreichische IT-Dienstleister S&T System Integration & Technology Distribution AG (ISIN AT0000905351/ WKN 915194) hat einen von der EU finanzierten Großauftrag in Polen gewonnen. Unternehmensangaben von heute zufolge wird ein von S&T geführtes Konsortium das nationale Informationssystem der polnischen Polizei erweitern. Der Auftrag, der zur Gänze aus Schengen-Mitteln der EU finanziert wird, umfasst die Lieferung und die Installation von Hardware und Lizenzen, Ausbau der Anwendungs-Software sowie die Erweiterung der vorhandenen Backup-Lösung. Der Auftragswert beträgt rund 2 Mio. Euro. Ziel des Projektes ist es, das nationale Informationssystem an die Erfordernisse des Schengen-Abkommens anzupassen und in das Schengener Informationssystem (SIS) zu integrieren. Damit soll die Zusammenarbeit mit Organen der EU vereinfacht werden. S&T wird dafür die Leistungsfähigkeit und Funktionalität des Informationssystems erweitern. So wird das System um neue Komponenten erweitert und gleichzeitig die Kapazität der vorhandenen Rechenleistung entscheidend erhöht. Zu den Hauptaufgaben dieses Informationssystems zählt es, der Polizei standortunabhängig im ganzen Land Zugang zu allen arbeitsrelevanten Informationen zu bieten. Besonders wichtig ist das System für Aufgaben, die Verbrechensbekämpfung und Anti-Terror-Aktivitäten betreffen.


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