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News - Nebenwerte
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27.12.2005
WCM gibt Restrukturierungskonzept bekannt
aktiencheck.de
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Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG (ISIN DE0007801003/ WKN 780100) gab am Dienstag in Zusammenhang mit der beabsichtigten Ablösung der konzerninternen Verbindlichkeiten gegenüber der Klöckner-Werke AG (Klöckner) (ISIN DE0006780000/ WKN 678000) und der RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG (RSE) (ISIN DE0008292079/ WKN 829207) bekannt, dass die Durchführung eines umfangreichen Maßnahmenpakets beschlossen wurde.
Demnach veräußert die 100-prozentige Tochter WCM Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG 14.652.000 Aktien der Klöckner-Werke AG (entsprechend rund 32 Prozent der ausstehenden Aktien von Klöckner) für insgesamt rund 264 Mio. Euro an die RSE. Dies entspricht einem Preis von rund 18,00 Euro je Aktie. Der Kaufpreisanspruch der WCM Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG aus diesem Verkauf wird aufgrund einer entsprechenden Vereinbarung mit den bestehenden Verbindlichkeiten der WCM gegenüber RSE in Höhe von rund 262 Mio. Euro verrechnet.
Die Optionsvereinbarung zwischen Klöckner und WCM, wonach Klöckner das Recht hat, an WCM 10,7 Mio. RSE-Aktien zu veräußern (Put-Option), wird dabei aufgelöst. Klöckner übt die Put-Option nicht aus und erhält einen Abfindungsanspruch gegen WCM in Höhe der Differenz zwischen dem Kaufpreis, den Klöckner bei Ausübung der Put-Option erzielt hätte, und dem Wert der RSE-Aktien von 8,30 Euro je Aktie. Der Abfindungsbetrag beläuft sich auf insgesamt rund 175 Mio. Euro.
Im Anschluss erwirbt Klöckner von WCM RSE-Aktien in Höhe von ca. 70,7 Prozent des Grundkapitals der RSE zum Preis von insgesamt 236 Mio. Euro. Dies entspricht einem Preis pro RSE-Aktie von 8,30 Euro. Die Kaufpreiszahlung erfolgt in Form der Verrechnung gegen die bestehenden Ansprüche von Klöckner gegen WCM einschließlich des Anspruchs auf Abfindungszahlung gemäß Ziffer 2 (insgesamt rund 287 Mio. Euro). Nach Umsetzung der unter Ziffer 1 bis 3 geschilderten Maßnahmen verbleibt eine restliche Verbindlichkeit von WCM gegenüber Klöckner in Höhe von insgesamt ca. 50 Mio. Euro.
Es ist beabsichtigt, die von RSE gemäß Ziffer 1 erworbenen 14.652.000 Klöckner-Aktien zu einem späteren Zeitpunkt auf Klöckner zu übertragen und der ordentlichen Hauptversammlung von Klöckner im Jahre 2006 die Einziehung dieser Aktien vorzuschlagen. Der Free Float von Klöckner wird sich nach Einziehung auf 32 Prozent erhöhen, der Anteil von WCM an Klöckner reduziert sich dadurch von derzeit rund 78 Prozent auf ca. 68 Prozent. Durch Umsetzung des gesamten Maßnahmenkataloges im WCM-Konzern ergibt sich nach der internen finanziellen Entflechtung eine vereinfachte Konzernstruktur, teilte der im SDAX notierte Konzern weiter mit.
Des Weiteren konnte WCM eine grundsätzliche Verlängerung der Ende Januar 2006 fälligen Bankkredite bis 31. Juli 2007 vereinbareinbaren, wodurch eine Finanzierung damit grundsätzlich gesichert ist.
Außerdem gab WCM bekannt, dass Prof. Dr. Dieter Vogel sein Mandat im Aufsichtsrat der Gesellschaft zum 31. Januar 2006 niederlegt. Prof. Vogel begründet seinen Schritt mit seiner sonstigen beruflichen Belastung. Prof. Vogel stand seit dem 9. Oktober 2003 an der Spitze des Aufsichtsrats. Mit der in diesen Tagen grundsätzlich gesicherten mittelfristigen Finanzierung der noch verbliebenen Verbindlichkeiten bei Banken von rund 200 Mio. Euro für die WCM AG und der jetzt eingeleiteten Beseitigung der internen finanziellen Verflechtungen sieht Prof. Vogel den größten Teil der Wegstrecke zur Gesundung von WCM als bewältigt an, hieß es weiter.
Die Aktie von WCM notierte zuletzt unverändert bei 0,39 Euro und ist derzeit vom Handel ausgesetzte. Die Anteilsscheine von Klöckner legen aktuell 2,45 Prozent auf 10,47 Euro zu.
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