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Analysen - Ausland
23.12.2005
Vodafone Basisinvestment
Weberbank

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Dirk Apel, Analyst der Weberbank, empfiehlt die Aktie von Vodafone (ISIN GB0007192106/ WKN 875999) als Basisinvestment.

Die Vodafone Group sei der weltweit führende Mobilfunkkonzern und besitze in 28 Ländern Beteiligungen an Mobilfunkunternehmen. Im Festnetzgeschäft seien die Briten nur geringfügig aktiv.

Trotz eines schwierigen Marktumfeldes seien die Zahlen für das erste Halbjahr eigentlich überraschend positiv gewesen: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sei von 6,3 auf 6,7 Mrd. GBP gesteigert worden, der Umsatz sei von 16,7 auf 18,3 Mrd. GBP gestiegen. Dennoch sei die Aktie nach Bekanntgabe der zahlen Mitte November auf Talfahrt gegangen und habe mit einem Tagesverlust von 12,2% den größten Kursrückgang seit Oktober 1998 erlitten. Grund sei der Renditeeinbruch in Japan und die Prognose einer Verlangsamung des Wachstumstempos im kommenden Jahr gewesen. Da Japan für Vodafone von entscheidender Bedeutung sei, habe selbst die Ankündigung einer Dividendenerhöhung um 15% und ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm die Kurserosion nicht mildern können.

Im für den Konzern ebenfalls wichtigen deutschen Markt habe Vodafone im vergangenen Quartal mit 540.000 Neukunden mehr Nutzer gewonnen als der Marktführer T-Mobile. Der Verkauf des zweitgrößten deutschen Festnetzanbieters Arcor werde sich bis ins kommende Jahr ziehen, da Vodafone die Bilanz des am schnellsten wachsenden DSL-Anbieters Deutschlands für das laufende Geschäftsjahr (bis Ende März) abwarten möchte, um dann möglicherweise einen noch höheren Preis zu erzielen. Netto habe Vodafone im ersten Halbjahr weltweit zehn Millionen Kunden gewonnen. Insgesamt würden nun 171 Mio. Menschen mit Hilfe des britischen Unternehmens telefonieren.

Nach der geographischen Expansion in den letzten Jahren, würden nunmehr weniger profitable Märkte auch aufgegeben und vermehrt ein Engagement in wachstumsstarken Schwellenländern gesucht. So seien die schwedischen Aktivitäten an die norwegische Tenor verkauft, im Oktober aber ein Einstieg im indischen Mobilfunkmarkt bekannt gegeben worden.

Die gute regionale Aufstellung, die solide finanzielle Situation und die operative Straffung würden für Vodafone sprechen. Trotz der Abflachung der Erlösdynamik und einer rückläufigen Marge dürfte die Gesellschaft auch in Zukunft überdurchschnittliche Umsatz- und Gewinnzuwächse vorweisen. Charttechnisch bleibe der Wert allerdings deutlich angeschlagen und habe sich von seinem Ausverkauf noch nicht erholt.

Die Analysten der Weberbank empfehlen die Aktie von Vodafone als Basisinvestment. Zukäufe sollten bis zu einer klaren Gegenbewegung zurückgestellt werden.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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