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Analysen - Ausland
23.12.2005
Nestlé in Schwäche kaufen
Weberbank

www.optionsscheinecheck.de

Dirk Apel, Analyst der Weberbank, rät die Nestlé-Aktie (ISIN CH0012056047/ WKN 887208) in Schwäche als Depotbeimischung zu kaufen.

Nestlé sei der größte Schweizer Industriekonzern und weltweit führender Nahrungsmittelhersteller. Die Produktpalette umfasse Getränke, Milch- und Diätprodukte, Süßwaren, Fertiggerichte, pharmazeutische Produkte und Tierfutter. Mit über 250.000 Mitarbeitern in 500 Produktionsstätten sei Nestlé in über 80 Ländern vertreten. Strategisch wolle man Marktführer oder starke Nummer 2 im jeweiligen Markt werden.

Im Neunmonatszeitraum habe der Umsatz um 3,8% auf 67,7 Mrd. CHF zugelegt. Die organische Wachstumsrate - der Umsatzanstieg über Menge und Preiserhöhungen - habe in den ersten neun Monaten 5,8% betragen und damit am oberen Ende der vom Vorstand angepeilten 5 bis 6% gelegen. Bis auf Europa hätten auf der ganzen Welt die Verkäufe gesteigert werden können.

Das Discount-Geschäft habe inzwischen einen Anteil von 5% am Gesamtumsatz in Europa. Auf längere Sicht viel versprechend scheine die Gewichtsverlagerung auf gesundheitsfördernde Ernährung. Die Division Nutrition, die mit 6 Mrd. CHF knapp 7% zum Konzernumsatz beigetragen habe, sei Anfang 2005 zum eigenständigen Konzernbereich aufgewertet worden. Beim Geschäft mit "fair gehandelten Waren" schließe sich Nestlé nunmehr einem boomenden Trend an, dem man bisher nicht gefolgt sei.

Das Wiedererstarken des USD sollte dazu führen, dass Nestlé in der zweiten Jahreshälfte erstmals seit 2000 ein Währungsgewinn ausweisen könne. Mit einem Wachstumsfonds, der mit 500 Mio. Euro ausgestattet werde, solle in junge Firmen investiert werden, die neue, viel versprechende Nahrungsmittel entwickeln würden. Die auf Augenpflege und -heilprodukte spezialisierte Tochter Alcon befinde sich bereits seit längerem auf einem eindrucksvollen Wachstumspfad und dürfte dieses Jahr ca. 6% zu Nestlés Umsatz und 14% zum operativen Ergebnis beitragen.

Die Fokussierung auf die Herstellung von Lebensmitteln mit hoher Wertschöpfung sowie die Kostensenkungsprogramme und die breite geographische Aufstellung würden Nestlés Profitabilität wieder verbessern. Unter Ausklammerung der beiden Beteiligungen an Alcon und L’Oréal werde der Kernbereich Nahrungsmittel mit einem branchenniedrigen KGV 2005 von 12,7 gehandelt. Nach dem Abbau der Nettoverschuldung dürften die Anleger von einer erhöhten Ausschüttungsquote bzw. weiteren Aktienrückkaufprogrammen profitieren. Mit einem AAA-Rating würden die Schweizer zu einem der wenigen Unternehmen mit der besten Bonitätseinstufung zählen.

Die Analysten der Weberbank empfehlen die Nestlé-Aktie in Schwäche als Depotbeimischung zum Kauf.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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