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Analysen - Ausland
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23.12.2005
Novartis Basisinvestment
Weberbank
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Dirk Apel, Analyst der Weberbank, empfiehlt die Aktie von Novartis (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) als Basisinvestment im Pharma-Bereich.
Novartis sei 1996 aus dem Zusammenschluss der beiden Schweizer Gesellschaften Ciba Geigy und Sandoz entstanden und gehöre zu den größten Pharmakonzernen weltweit. Das Unternehmen konzentriere sich auf den Gesundheitsbereich und Consumer Health. Auch in Zukunftstechnologien wie Biotechnologie und Gentechnik sei das Unternehmen stark vertreten.
Die Basler hätten in Q3 den Umsatz - auch dank Übernahmen - währungsbereinigt um 18% gesteigert. Der Reingewinn habe um 13% zugenommen. Beide Werte hätten die Markterwartungen übertroffen. Einen Wachstumsschub habe das unter Sandoz firmierende margenschwächere Geschäft mit Generika erlebt. Dank der erstmaligen Konsolidierung von Hexal und E.ON Labs sei dort der Umsatz im dritten Quartal um währungsbereinigt 104% auf 1,49 Mrd. USD gestiegen. Insgesamt werde im laufenden Jahr ein neuer Rekordgewinn angestrebt, das Umsatzwachstum solle im hohen einstelligen Bereich liegen. Bis zum Jahr 2010 solle die Generika-Tochter Sandoz ihren Umsatz von derzeit etwa 5 auf 10 Mrd. USD steigern. Die vollständige Übernahme von Chiron vergrößere zusätzlich die Wachstumsmöglichkeiten.
Die US-Amerikaner würden Impfstoffe, Bluttests und Biopharmazeutika produzieren. Mit dem Blutdruck-Präparat Diovan und dem Leukämie-Medikament Glives verfüge Novartis über zwei so genannte Blockbuster, die mehr als 1 Mrd. USD Umsatz erzielen würden. Neue Medikamente gegen Diabetes, Bluthochdruck und Multiple Sklerose, die sich in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase befinden würden, würden die Basis für weiteres Wachstum bilden. Nachdem man sich bereits vor drei Jahren von Wander mit der bekannten Marke Ovomaltine getrennt habe, markiere der anstehende Verkauf der Geschäftseinheit Nutrition & Santé (unter anderem Isostar) nunmehr den endgültigen Abschied vom Ernährungs- und Getränkegeschäft.
Im ersten Halbjahr 2005 sei der Umsatz um 11% auf 15,2 Mrd. USD gestiegen, wobei zur Jahresmitte noch eine Beschleunigung eingesetzt habe. Die Sparten Pharma, Sandoz (Generika) und Consumer Health hätten 66%, 11% und 23% zum Umsatz beigetragen. Mit dem Blutdruck-Präparat Diovan und dem Leukämie-Medikament Glives verfüge Novartis über 2 so genannte Blockbuster, die mehr als 1 Mrd. USD Umsatz erzielen würden.
Das Ergebnis bei Generika habe unter einmaligen Restrukturierungskosten und dem Preisdruck in den USA gelitten. Das Ertragstief dürfte aber nur vorübergehend sein, innerhalb von 3 Jahren sollten durch die Integration von Hexal und E.ON Labs Kostensynergien von 300 Mio. USD realisiert werden.
Novartis weise von allen großen Pharmaaktien den beständigsten Kurstrend auf. Die solide Bilanz werde von den Rating-Agenturen S&P und Moody’s mit AAA bewertet. Mit dem fünften Aktienrückkaufprogramm seit 1999 wolle Novartis für bis zu 4 Mrd. CHF eigene Aktien zurückkaufen. Der Konzern befinde sich auf gutem Wege, im laufenden Jahr ein neues Rekordergebnis zu erzielen. Die finanzielle Situation, und die hohe Produktivität würden ebenso für Novartis wie das junge Portfolio, der langjährige Patentschutz wichtiger Präparate und die gute Risikostreuung sprechen.
Die Analysten der Weberbank empfehlen die Aktie von Novartis auch nach den jüngsten Kurssteigerungen als Basisinvestment im Pharma-Bereich.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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