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Analysen - Ausland
23.12.2005
ENI kaufenswert
Weberbank

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Dirk Apel, Analyst der Weberbank, hält die Aktie von ENI (ISIN IT0003132476/ WKN 897791) für kaufenswert.

ENI sei der weltweit sechstgrößte Ölkonzern und verfüge über ca. 7 Mrd. Barrel Öl- und Gasreserven. Neben den Segmenten Öl und Erdgas sei ENI in den Bereichen Raffinerie und Petrochemie tätig. Im Heimatmarkt Italien sei der Konzern Marktführer in der Öl- und Gasversorgung und betreibe dort das größte Tankstellennetz.


Aufgrund deutlich gestiegener Ölpreisnotierungen sowie einer höheren Fördermenge habe ENI einen Gewinnsprung in Q3 erreicht. Der operative Gewinn habe bei 4,19 Mrd. Euro nach 2,92 Mrd. Euro gelegen, der Nettogewinn habe sich von 1,59 Mrd. Euro auf 2,34 Mrd. Euro verbessert. Vor allem der Preisanstieg beim Rohöl der Nordsee-Sorte Brent um 48% und deutlich höhere Margen bei der Rohöl-Veredelung hätten die Gewinne nach oben getrieben. Für das Gesamtjahr sehe ENI einen Nettogewinn von rund 9 Mrd. Euro nach 7,27 Mrd. Euro im Vorjahr.

Noch für das laufende Jahr und für 2006 stünden die Produktionsstarts mehrerer Ölfelder in Angola, Libyen und Nigeria an. Die Entwicklungskosten für diese Projekte würden auf Konzernebene durch die hohen Erträge des Gas & Power-Geschäftes ausgeglichen. ENI verzeichne weiterhin eine über dem Durchschnitt liegende Produktionssteigerung von 7,3% seit Anfang des Jahres und von 11% allein in Q3. Die Dekonsolidierung der nach EU-Vorgaben zu veräußernden, hochprofitablen Gastransport-Tochter Snam Rete Gas werde einen hohen Liquiditätszufluß zur Folge haben. Im verbrauchernahen Downstream-Geschäft sei ENI mit der Tankstellenkette AGIP gut aufgestellt. Im Gesamtjahr werde die Wasserstoffproduktion um mehr als 5% steigen, der Absatz im Erdgas-Geschäft solle in der gleichen Größenordnung zulegen.

Für das laufende Jahr habe CEO Scarini die besten operativen und finanziellen Ergebnisse in der über 50-jährigen Firmengeschichte angekündigt. ENI sei ein solide geführtes Unternehmen mit einem guten Wachstumspotenzial und defensiven Qualitäten aufgrund des Gasversorgungsgeschäftes. Weiterhin zeichne sich der Konzern durch ein hohes Förderwachstum, gute Raffineriemargen, sinkende Investitionsausgaben und eine erfolgreich verlaufene Restrukturierung aus. Die Nettoverbindlichkeiten hätten gegenüber dem Jahresschluss 2004 auf 6,4 Mrd. Euro nahezu halbiert werden können. Das S&P Kreditrating sei mit AA sehr gut.

Die Luft für Ölwerte werde zwar insgesamt dünner, mit einem vergleichsweise niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis bleibt aber die ENI-Aktie für die Analysten der Weberbank auch nach den über 30%-igen Kurssteigerungen in diesem Jahr in Schwäche kaufenswert.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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