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Analysen - Ausland
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23.12.2005
AXA kaufen
Weberbank
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Diplom-Volkswirt Dirk Apel, Analyst der Weberbank, empfiehlt die AXA-Aktie (ISIN FR0000120628/ WKN 855705) weiterhin zum Kauf.
Der französische AXA-Konzern sei 1984 aus einem Zusammenschluss mehrerer Gegenseitigkeitsvereine entstanden und sei heute mit weltweit rund 50 Mio. Kunden neben der Allianz der größte Versicherungskonzern Europas. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 775 Mrd. Euro gehöre man zu den sechs größten Vermögensverwaltern der Welt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liege mit etwa 60% des Beitragsaufkommens in Europa, aber auch in Nordamerika und im asiatischen Raum verfüge AXA über eine starke Marktposition.
Getrieben durch eine starke Nachfrage nach Sparprodukten habe AXA in den ersten neun Monaten seine Erlöse um 5% gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Weiterhin habe zu der guten Entwicklung ein zehnprozentiger Zuwachs in der Vermögensverwaltung beigetragen. Die Investmentgesellschaft AXA Investment Managers habe in den ersten acht Monaten des Jahres insgesamt 25,9 Mrd. Euro eingesammelt und damit eine Steigerung um 39% gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt. Das verwaltete Fondsvermögen sei dank Einlagen insbesondere institutioneller Anleger erstmals auf über 400 Mrd. Euro gestiegen.
Trotz der Hurrikan-Katastrophen in den USA wolle AXA seinen Gewinn in diesem Jahr "solide zweistellig" steigern. Langfristig werde ein Umsatzwachstum in Höhe von 5 bis 10% pro Jahr in der Lebensversicherungssparte, 3 bis 5% in der Sparte Sach- und Haftpflichtversicherungen sowie mehr als 10% im Segment Vermögensverwaltung erwartet. Bis 2012 solle der Gewinn sich verdreifachen.
Als einer der wenigen europäischen Versicherer habe man die Aktienmarktkrise Anfang des Jahrzehnts ohne Kapitalerhöhung und ohne Ratingabstufung gemeistert. Als stark aktienorientierter Versicherer sei AXA mit rund 15% der Kapitalanlagen in Aktien investiert und habe in diesem Jahr deutlich von den gestiegenen Kursen profitiert. Die Verschuldungsquote sei mit 38% auf einen historischen Tiefststand gesunken.
Die Ratingagentur Standard & Poor's habe den Ausblick für AXA und die meisten Töchter von "stabil" auf "positiv" erhöht. Dies führe zu weiter sinkenden Kapitalkosten. Das deutliche Gewinnwachstum nähre die Hoffnung auf markante Dividendensteigerungen. Das aufgehellte Marktumfeld für Versicherungswerte insgesamt, das erfahrene Management und die gute Positionierung in nahezu allen Bereichen würden für AXA sprechen. Nach dem Überwinden des Widerstandes bei 23,00 Euro habe der Kurs weiter an Fahrt aufgenommen und seit der Erstempfehlung der Analysten im Oktober bereits 15% zugelegt.
Angesichts der guten Aussichten bekräftigen die Analysten der Weberbank ihre Kaufempfehlung für die AXA-Aktie.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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