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News - Ausland
22.12.2005
Microsoft: Europäische Kommission droht mit Strafzahlungen
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Der weltgrößte Software-Konzern Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) sieht sich zurzeit mit Drohungen der Europäischen Kommission konfrontiert, da er den Angaben zufolge bisher nicht ausreichend den ihm auferlegten, wettbewerbsrechtlichen Verpflichtungen entsprochen hat.

Wie am heutigen Donnerstag erklärt wurde, droht die Kartellbehörde der Europäischen Union (EU) nun mit Strafzahlungen von bis zu 2 Mio. Euro pro Tag, sollte der US-Konzern nicht der Anordnung folgen, nach der Konkurrenten mehr Informationen zu Microsoft-Software erhalten müssen, um eine Interoperabilität mit dem marktbeherrschenden Betriebssystem Windows zu erreichen. Dabei würde die Wirksamkeit der Strafzahlungen auf den 10. November zurückdatiert werden.

Im März 2004 wurde Microsoft von der EU zur Zahlung einer Strafe von 497 Mio. Euro verurteilt. Zudem wurde entschieden, dass der Konzern seine Software den Wettbewerbern zugänglich machen und das Windows-Betriebssystem von der Media Player-Software trennen muss. Im Dezember 2004 hat das Europäische Gericht erster Instanz, das zweithöchste Gericht der EU, den Antrag von Microsoft, die Sanktionen zu aufzuschieben, abgelehnt. Das Gericht hatte bereits damals tägliche Strafzahlungen angedroht, sollte man den Anordnungen nicht bis zum 15. Dezember entsprochen haben.

Microsoft hat nun fünf Wochen Zeit, auf die Auflistung von Beschwerdepunkten (Statement of Objections) zu reagieren, wobei eine mündliche Anhörung anberaumt werden könnte.

Die Aktie von Microsoft schloss gestern an der NASDAQ bei 26,73 Dollar.


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