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News - Ausland
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19.12.2005
Time Warner: Icahn ist gegen Google-Einstieg bei AOL
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Am Montag wurden seitens des Großinvestors Carl Icahn bekannt, dass er einen Nachteil für den US-Medienkonzern Time Warner Inc. (ISIN US8873171057/ WKN 592629) sieht, wenn es zu einem Einstieg von Google bei der Warner-Sparte AOL kommen sollte.
Demnach schrieb Icahn einen offenen Brief an das Board of Directors von Time Warner, in dem er vor einer "desaströsen Entscheidung" warnte. Icahn befürchtet der Einstieg von Google könne eine Fusion und eine Übernahme durch ein Konkurrenzunternehmen wie eBay, Microsoft oder Yahoo erschweren.
Erst letzten Dienstag hatte der milliardenschwere Icahn mitgeteilt, dass er den Aufruf von Steve Case, die Internet-Sparte AOL des US-Medienkonzerns Time Warner abzuspalten, unterstützt.
Wie der Großaktionär von Time Warner, der knapp 3 Prozent der Anteile des Medienriesen hält und dessen Struktur radikal verändern will, in einer Pressemitteilung erklärte, forderte er vom Time Warner-Board, sämtliche Protokolle und Präsentationen hinsichtlich der Aufspaltung des Konzerns in vier Teile zu veröffentlichen. Die Aktionäre sollen Icahn zufolge erfahren, welche Debatte im Board derzeit geführt wird, welche Art von Analyse dabei erfolgt und wer für diese Analyse verantwortlich ist. Das Board sei den Aktionäre hierbei Rechenschaft schuldig.
Wie Case unlängst schon in einem Artikel für die "Washington Post" schrieb, ist er nun der Meinung, dass die Fusion zwischen AOL und Time Warner rückgängig gemacht werden sollte. Er habe zwar entscheidend daran mitgearbeitet, AOL und Time Warner zusammenzubringen, nun sei es jedoch das Beste, die Transaktion wieder rückgängig zu machen und Time Warner in mehrere unabhängige Unternehmen aufzuteilen.
Die Time Warner-Aktie notierte zuletzt in New York bei 17,90 Dollar (-0,56 Prozent).
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