|
News - Ausland
|
16.12.2005
Intercell: Merck & Co. startet Phase I für neuen Staphylokokkus aureus-Impfstoff
aktiencheck.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Das österreichische Biotech-Unternehmen Intercell AG (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) meldete am Donnerstag, dass sein Partner Merck & Co. Inc. (ISIN US5893311077/ WKN 851719), der zweitgrößte Pharmakonzern in den USA, die klinische Phase I-Studie für einen Impfstoff gegen Infektionen mit Staphylokokkus aureus gestartet hat. Der Impfstoff basiert auf einem durch Intercells Antigen Identifikationsprogramm (AIP) entdeckten Antigen.
Staphylokokkus aureus, die bis jetzt noch nicht veröffentlichte Indikation dieser Zusammenarbeit, ist einer der Hauptursachen für nosokomiale Infektionen (hospitale Infektionen), die oft lebensgefährdend verlaufen und mit z.B. zwei Millionen Erkrankungen pro Jahr alleine in den USA ein sehr ernstzunehmendes Gesundheitsproblem darstellen. Die Bakterienstämme sind mittlerweile gegen viele Medikamente resistent, wodurch eine gezielte Behandlung der Krankheiterreger mit Antibiotika schwierig, in manchen Fällen sogar unmöglich ist.
Im Zuge einer im Jahr 2004 getroffenen Vereinbarung lizenzierte Intercell spezifische Antigene gegen Staphylokokkus aureus an Merck & Co., die mit dem eigenen Antigen Identifikationsprogramm (AIP) identifiziert wurden. Mit Beginn der klinischen Phase I-Studie erhält Intercell eine weitere Meilenstein-Zahlung in der Höhe von 1 Mio. Dollar. Während der gesamten weiteren Vertragslaufzeit hat Intercell Anspruch auf zusätzliche den Projektfortschritten entsprechende Meilenstein-Zahlungen sowie auf Lizenzgebühren aus künftigen Produktverkäufen. Merck & Co. ist für die Entwicklung des Impfstoffes verantwortlich und hält die exklusiven globalen Rechte an diesem Produktkandidaten.
Die Aktie von Intercell schloss gestern in Wien bei 8,50 Euro (+0,95 Prozent), die von Merck & Co. in New York bei 29,77 Dollar (+1,95 Prozent).
|