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News - Nebenwerte
13.12.2005
PrimaCom plant Optionsschuldverschreibung und Anpassung des genehmigten Kapitals, Aktie -9 Prozent
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Der Kabelnetzbetreiber PrimaCom AG (ISIN DE0006259104/ WKN 625910), dessen finanzielle Restrukturierung mit dem vergangene Woche abgeschlossenen Closing gesichert wurde, meldete am Dienstag, dass er eine Hauptversammlung einberufen wird, die voraussichtlich in der ersten Hälfte des Monats März 2006 stattfinden wird.

Der Hauptversammlung sollen mehrere Beschlussvorschläge unterbreitet werden, die die Ausgabe von Aktien unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts erlauben. Ziel ist hierbei, die Liquidität des Unternehmens zu schonen. Mit dem Mezzanine-Investor wurde als Teil seiner Vergütung ein "Equity Kicker" vereinbart, d.h. die Gewährung von Bezugsrechten auf Aktien. Hierzu soll die Hauptversammlung die Ausgabe einer Optionsschuldverschreibung und ein entsprechendes bedingtes Kapital zur Ausgabe von Aktien beschließen. Weiter soll die Gesellschaft durch eine Anpassung des genehmigten Kapitals in die Lage versetzt werden, vereinbarte Boni für den Vorstand und Zahlungspflichten aus einer Aufhebungsvereinbarung durch Ausgabe von Aktien abzulösen.

Durch diese beiden Kapitalmaßnahmen kann eine Verwässerung des Kapitals der Gesellschaft um bis zu 3,66 Millionen Aktien eintreten. Durch eine weitere Anpassung des genehmigten Kapitals soll es der Gesellschaft zudem ermöglicht werden, einen Teil der Mezzanine-Verbindlichkeiten in Höhe von 19 Mio. Euro zuzüglich aufgelaufener Zinsen durch Ausgabe von Aktien zum Marktpreis zurückzuführen. Es ist jedoch momentan offen, ob die Gesellschaft diese Ermächtigung auch tatsächlich ausnutzen wird. Voraussichtlich wird sie den Aktionären bei dieser Gelegenheit zudem vorschlagen, die Satzung an die seit 1. November 2005 geänderten aktienrechtlichen Vorschriften anzupassen.

Die Aktie von PrimaCom verliert in Frankfurt aktuell 9,03 Prozent auf 5,64 Euro.


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