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Analysen - Nebenwerte
12.12.2005
DEAG Outperformer
SES Research

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Frank Biller, Analyst von SES Research, stuft die Aktie von DEAG (ISIN DE0005513907/ WKN 551390) weiterhin mit "Outperformer" ein.

Mit der Sicherung der Finanzierung des Rückkaufs eines 39-prozentigen Anteils an ihrer Tochtergesellschaft Good News Production AG, habe die DEAG eine bedeutende finanzielle Unsicherheit ausgeräumt. Bei der Good News Production handle es sich um eine wichtige Tochtergesellschaft der DEAG. Sie führe die Tourneen in der Schweiz durch und betreibe das Züricher Hallenstadion. Der Anteil von 39 Prozent an der Good News sei 2003 im Rahmen eines Pensionsgeschäftes an die Schweizer Ringier AG übertragen worden.

Für die DEAG bestehe die Verpflichtung, den Anteil am 30.06.2006 für ca. 11 Mio. Euro zu erwerben. Aus dieser Verpflichtung habe der DEAG der Abfluss erheblicher liquider Mittel gedroht. Die Abwicklung des Rückkaufs sei jetzt gesichert, ohne dass sie die Liquidität der DEAG belaste. Den Wegfall dieser Unsicherheit bewerte man sehr positiv. Durch den Rückkauf des Anteils falle zudem die Dividendenzahlung an die Ringier AG weg, was das Finanzergebnis entlaste.

Die Finanzierung des Rückkaufs werde durch den Octave Entertainment Fund Limited (Octagon Asset Management) gegen objektbezogene Sicherheiten erfolgen. Der Fonds sei auf Fremdfinanzierungen in der Unterhaltungsindustrie spezialisiert. Mit diesem Fonds bestehe bereits eine Rahmenvereinbarung für die Finanzierung von Tourneen. Die Finanzierung des Rückkaufs werde allerdings das Finanzergebnis der DEAG belasten. Man gehe davon aus, dass die Finanzierung risikoadäquat nicht zu niedrigen Zinssätzen erfolge. Die genauen Finanzierungskosten seien allerdings nicht bekannt. Per Saldo - unter Einbeziehung der Dividendenzahlung - gehe man durch die Transaktion von keinem bedeutenden Ergebniseffekt aus.

Die spätere Ablösung der Finanzierung solle durch eine Umplatzierung eines 24,9-prozentigen Anteils an der Good News an Investoren oder durch einen Börsengang erfolgen. Der Erfolg der Gesamttransaktion hänge damit auch davon ab, inwiefern dieser Anteil erfolgreich platziert werden könne. Hiefür verfüge die DEAG über einen ausreichenden Zeitraum. Für die abschließende Strukturierung der Transaktion und die Investorensuche stehe der DEAG ein Zeitrahmen von 2 Jahren zur Verfügung. Über diesen Zeitraum laufe die Finanzierungszusage. Die Analysten von SES Research würden spätestens mit der Ablösung der Finanzierung von Octave durch den Erlös aus der Umplatzierung des Anteils von 24,9% an Investoren, mit einem positiven Effekt auf das Finanzergebnis, rechnen.

Die zeitgleich mit obiger Transaktion bekannt gegebenen Vereinbarungen mit zwei Banken für die Finanzierung künftigen Wachstums werte man als sehr positives Signal, das die fortgeschrittene Gesundung der DEAG widerspiegele. Ausreichender finanzieller Spielraum bilde eine wichtige Voraussetzung für die von den Analysten von SES Research erwartete Ausweitung des Veranstaltungsvolumens.

Konkretisiert habe die DEAG auch die Dritte von drei Akquisitionen, von denen bisher zu zweien Details vorgelegen hätten. Bei der Akquisition handle es sich um eine 51-prozentige Beteiligung an der Münchner KBK Konzert- und Künstleragentur GmbH von Klaus Bönisch. Die verbleibenden 49% würden im Eigentum des Geschäftsführers Klaus Bönisch verbleiben. In der Vergangenheit sei von der KBK Konzert- und Künstleragentur z.B. Tourneen von Chris de Burgh, Deep Purple, Manowar, Höhner und Christina Stürmer durchgeführt worden.

Insgesamt sehe man eine deutliche Reduzierung der finanziellen Unsicherheit bei der DEAG. In diesem Zusammenhang würden die Analysten von SES Research das BETA von 1,4 auf 1,3 senken. Der Fair Value betrage damit 3,15 Euro je Aktie nach zuvor 2,95 Euro.

Die Analysten von SES Research behalten ihre Prognosen bei, ihr "Outperformer"-Rating für die Aktie von DEAG hat ebenfalls weiter Bestand.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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