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News - DAX 100
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12.12.2005
Degussa: Neue Forschungskooperation für druckbare Elektronik
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Der Spezialchemiekonzern Degussa AG (ISIN DE0005421903/ WKN 542190) meldete am Montag, dass er und das Forschungszentrum Karlsruhe zusammen Zukunftstechnologien entwickeln. Gemeinsam wird man in den nächsten 30 Monaten auf dem Gebiet neuartiger Funktionsmaterialien für druckbare Elektronik auf Basis halbleitender Nanopartikel arbeiten. Die Forschungskooperation hat einen Umfang von 2 Mio. Euro, die je zur Hälfte von beiden Partnern getragen werden.
Die 140 Mitarbeiter des Instituts für Nanotechnologie im Forschungszentrum Karlsruhe verfügen über einzigartige Kenntnisse auf den Gebieten nanostrukturierter Materialien und dem Elektronentransport durch nanoskalige Systeme. Degussa hat umfangreiches Know-how in der Forschung & Entwicklung von Nanomaterialien und investierte dazu in den vergangenen vier Jahren rund 100 Mio. Euro. Mit dem internen Start-up "Degussa Advanced Nanomaterials" verfügt der Spezialchemiekonzern außerdem über eine weltweit führende Technologieposition auf diesem Gebiet. Jüngstes Aushängeschild der Forschung ist das Science to Business Center Nanotronics, in dem Degussa innovative, auf Nanomaterialien basierende Systemlösungen für die Elektronikindustrie entwickelt.
Die Wissenschaftler der Degussa und des Forschungszentrums Karlsruhe wollen zusammen Nanopartikelsysteme entwickeln, die den Druck elektronischer Bauelemente für preiswerte Elektronikanwendungen bis hin zu Elektronikprodukten für den einmaligen Gebrauch ermöglichen. Ein Beispiel sind Funketiketten für Waren im Supermarkt, die Preis und Haltbarkeitsdatum anzeigen. Ziel ist die Entwicklung einer Technologie, um solche Funketiketten - so genannte RFID-Tags (Radio Frequency Identification) - nicht auf Basis der Mikrochip-Technologie herzustellen, sondern deutlich preiswerter in wenigen Arbeitsvorgängen drucken zu können.
Die Aktie von Degussa schloss am Freitag bei 39,66 Euro (+3,74 Prozent).
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