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Analysen - DAX 100
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09.12.2005
KarstadtQuelle "underperform"
HypoVereinsbank
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www.optionsscheinecheck.de
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Volker Bosse, Analyst der HypoVereinsbank, bewertet die KarstadtQuelle-Aktie (ISIN DE0006275001/ WKN 627500) mit "underperform".
Der Konzern werde durch die Immobilienverkäufe bis Ende 2006 schuldenfrei sein. Der positive Zinseffekt aus der Schuldenreduzierung dürfte durch höhere Mietmehraufwendungen überkompensiert werden und die Kreditkonditionen für Neuengagements dürften sich kaum verbessern. Ferner bleibe die Umsatzentwicklung in den beiden Kerngeschäftsfeldern (Universalversand und Warenhaus) weiterhin schwach. Der Turnaround stehe weiter aus.
Dem Unternehmen sei es mit den Verkäufen der konzerneigenen Assets gelungen, die Werthaltigkeit der Vermögensgegenstände zu zeigen und für die Schuldenreduzierung zu nutzen. Die Analysten würden das Ziel, die bilanzielle Nettoverschuldung des Konzerns bis Ende 2006 auf 0 Euro zu reduzieren, für erreichbar halten. Jedoch sei dabei auch zu beachten, dass auf Grund der geplanten Sale-and-leaseback-Transaktionen, operative Leasingverbindlichkeiten unter dem Bilanzstrich aufgebaut würden.
Damit dürfte sich auch nach den Verkäufen die Verschuldungssituation der Gesellschaft aus Sicht der Ratingagenturen nur wenig verändert haben, da diese jene Leasingverbindlichkeiten in die Konzernverschuldung weiterhin mit einrechnen würden. Die Refinanzierungskonditionen dürfte sich trotz bilanzieller Schuldenfreiheit nicht wesentlich verbessern. Da das Unternehmen die Immobilien im Falle eines Verkaufes auch zurückmieten müsste, sei zu befürchten, dass die Mietkosten höher als die Zinseinsparungen ausfallen würden, so dass sich daraus netto eine Ergebnisbelastung ergeben würde.
Die Analysten der HypoVereinsbank heben ihr Kursziel für die KarstadtQuelle-Aktie von 6,50 auf 10,50 Euro an, bleiben aber bei ihrem "underperform"-Rating.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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