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News - Nebenwerte
08.12.2005
OHB: ESA-Ministerratskonferenz beschließt ARTES-11 auf Basis von OHB Lux-Konzept
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Die OHB Technology AG (ISIN DE0005936124/ WKN 593612), ein Spezialist für Raumfahrt, Satellitentechnik und Telematik, meldete am Donnerstag, dass die Ergebnisse der ESA-Ministerratskonferenz positive Auswirkungen auf die deutsche Raumfahrtindustrie im Allgemeinen und auf den OHB-Konzern im Speziellen haben.

Demnach wird Deutschland mit einem Beitrag von bisher 32 Mio. Euro die Führung bei der Entwicklung kleiner geostationärer Satelliten (Small GEOs) übernehmen. Das technische Konzept der neuen europäischen Small GEOs geht auf die OHB-System AG zurück und basiert auf der national vom DLR geförderten Projektstudie LUX zur Entwicklung einer Plattform für kleine geostationäre Satelliten bis 1.500 kg Startgewicht. Die von OHB initiierte Entwicklung einer geostationären Plattform ist als eigenständige Linie im ESA-Langzeitplan unter dem Programmnamen ARTES-11 etabliert worden. OHB stellt sich mit seinen europäischen Partnern auf und erwartet den Beginn des Programms ARTES-11 Mitte 2006. Von den zur Realisierung benötigten 100 Mio. Euro sind bereits 61 Mio. Euro von den interessierten Mitgliedsstaaten gezeichnet. OHB geht nach Marktanalysen von einem Bedarf von bis zu acht Satelliten pro Jahr aus. Der Pionier soll bereits 2009 seinen Betrieb in 36.000 Kilometern Höhe aufnehmen.

Eine weitere wichtige Entscheidung der Minister ist, die erste Phase (2006-2008) der gemeinsamen Initiative von ESA und EU zur Umwelt- und Sicherheitspolitik einzuleiten: GMES (Global Monitoring for Environment and Security). Deutschland wird auch bei diesem Programm mit 31 Prozent, d.h. 62 Mio. Euro, die Führung übernehmen. Der Bremer Senat, OHB und die EADS Space Transportation planen, in Bremen ein GMES-Zentrum zur Zentralverwaltung der Beobachtungsdaten zu etablieren.

Auch für das OHB-Beteiligungsunternehmen MT Aerospace AG ergab die
Ministerratskonferenz positive Signale. So wurden Programme zur Weiterentwicklung der ARIANE-Rakete gezeichnet, um den unabhängigen Zugang Europas zum All zu erhalten und auszubauen. Das europäische Bestreben, Trägersysteme der Zukunft zu entwickeln, wird durch die Zeichnung des Future Launcher Preparatory Programme FLPP mit derzeit rund 280 Mio. Euro deutlich. Auch hier werden sich die Unternehmen des OHB-Konzerns engagieren.

Die Aktie von OHB Technology notiert aktuell bei 7,68 Euro (+0,92 Prozent).


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