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News - DAX 100
06.12.2005
Presse: Proteste von Continental-Mitarbeitern gegen Werksschließung
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Der Reifenhersteller Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) will trotz anhaltender Proteste der Belegschaft an der geplanten Schließung des Reifenwerks in Hannover festhalten.

Peter Wind, Sprecher der Gewerkschaft IG Bergbau Chemie Energie, erklärte gegenüber dem "Handelsblatt", dass an allen Continental-Standorten in Deutschland im Laufe des Tages Betriebsversammlungen geplant sind. Dabei wird mit insgesamt rund 30.000 Teilnehmern gerechnet. Die Proteste und Kundgebungen der Gewerkschaft und der Arbeitnehmer richten sich gegen die durch die Konzernführung Ende November dieses Jahres angekündigte Schließung des Pkw-Reifenwerks Hannover-Stöcken.

Das Konzernmanagement hatte die für Ende 2006 geplante Schließung mit der zu geringen Profitabilität der Niederlassung begründet und eine Verlagerung der Produktion nach Polen angekündigt. Insgesamt sollen an dem Standort 320 Stellen wegfallen. "Wir werden darüber hinaus auch zukünftig im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretungen gangbare Wege finden, um das Unternehmen auf internationalem Spitzenniveau zu halten und im Wettbewerb bestehen zu können," erklärte Konzernchef Manfred Wennemer laut dem Bericht in Bezug auf die geplante Werksschließung. Nach Ansicht des Konzernchefs ist nur ein finanzstarkes Unternehmen in der Lage, auch in Zukunft die notwendigen Investitionen zu tätigen.

Der Betriebsrat und die Gewerkschaft verlangen hingegen von Wennemer, dass er die Entscheidung bis zur Aufsichtsratssitzung in der kommenden Woche revidiert. Die IG BCE prüft indessen laut der Wirtschaftszeitung rechtliche Schritte gegen die Kündigung der erst im Mai geschlossenen Betriebsvereinbarung für die Pkw-Reifenproduktion in Hannover. "Wir gehen davon aus, dass unsere Position rechtmäßig ist und sind bei diesem Thema sehr zuversichtlich", entgegnete dem Wennemer.

Management und Betriebsrat hatten sich geeinigt, die Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich zu verlängern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Diese Betriebsvereinbarung hatte Continental mit Verweis auf eine Sonderkündigungsklausel aufgehoben und die Stilllegung des Werkes angekündigt. Begründet wurde dieser Schritt von Seiten der Konzernführung mit dem geringer als erwartet ausgefallenen Wachstum der Pkw-Reifenproduktion in Hannover. Die Arbeitnehmerseite hält dagegen, dass die Pkw-Reifenproduktion in Hannover produktiv ist, weshalb eine Schließung des Werks nicht gerechtfertigt ist.

Die Aktie von Continental notiert aktuell mit einem Plus von 0,64 Prozent bei 73,89 Euro.



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