|
News - Ausland
|
24.11.2005
Credit Suisse: Unabhängiger Aktuar präsentiert Draft Report zugunsten von Winterthur
aktiencheck.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Credit Suisse Group (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) meldete am Donnerstag, dass der gemäß Kaufvertrag zwischen der zur XL Capital Ltd. (ISIN KYG982551056/ WKN 915994) gehörenden XL Insurance (Bermuda) Ltd. und der Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Verkauf von Winterthur International im Jahr 2001 bestimmte Unabhängige Aktuar einen Entwurf seiner Berechnung des "Seasoned Net Reserves Amount" (SNRA) vorgelegt hat. Nach diesem Bericht (Draft Report) kommt der vom Unabhängigen Aktuar berechnete SNRA dem von Winterthur ermittelten Betrag näher.
Der von Winterthur berechnete Betrag, welcher bereits durch entsprechende Rückstellungen unterlegt ist, wird damit voraussichtlich zum an XL zu bezahlenden SNRA. Auch in einer damit zusammenhängenden Streitfrage bezüglich die Berechnung der von XL erhaltenen Prämien (Seasoned Net Premiums Receivables) hat der Unabhängige Aktuar den Parteien einen Entwurf seines Berichts zugestellt. Seine Berechnung kommt in diesem Fall ebenfalls der von der Winterthur eingereichten Zahl näher. Im Falle der Bestätigung im Schlussbericht des Unabhängigen Aktuars wird dies die Zahlung von 9 Mio. Dollar an Winterthur durch XL zur Folge haben. Der Unabhängige Aktuar hat sich das Recht vorbehalten, im Falle von offensichtlichen Fehlern die nun zugänglich gemachten Draft Reports vor den für den 5. Dezember vorgesehenen Schlussberichten gegebenenfalls zu korrigieren.
In der Zeit zwischen Entwurf und Schlussbericht können indes keine weiteren Daten und Informationen von den Parteien eingereicht werden. Auch werden keine versicherungstechnischen und anderen Einschätzungen des Unabhängigen Aktuars geändert. Der Unabhängige Aktuar hat mit den beiden Parteien während sieben Monaten zusammengearbeitet. Der Entwurf der Berichte behandelt sämtliche durch XL und Winterthur eingebrachten Punkte in umfassender Weise. Mit Zustellung der Schlussberichte gilt der so genannte Seasoning Prozess als abgeschlossen.
Gemäß den Bestimmungen des Kauf- und Verkaufsvertrags war Winterthur verpflichtet, gemeinsam mit XL während einer am 30. Juni 2004 abgelaufenen dreijährigen Übergangsfrist die Rückstellungen für Verluste und den Prämienübertrag zu bestimmen. Dieser Prozess hat zur Folge, dass XL eine Ausgleichszahlung zusteht. Winterthur hatte für die aus dem Verkauf entstehenden Verpflichtungen Rückstellungen in der Höhe von 541 Mio. Dollar (550 Mio. Dollar minus 9 Mio. Dollar), zuzüglich der zwischen dem 30. Juni 2004 und dem September 2005 aufgelaufenen Zinsen, vorgenommen (nach Abzug der Vorauszahlungen an XL und der von XL getragenen Risiken). Die abschließende Zahlung an XL wird auch zusätzliche Zinsen, die bis zum Datum der Einigung aufgelaufen sind, einschließen, zuzüglich einer zwischen den beiden Parteien im vierten Quartal 2005 vereinbarten Erhöhung um 6 Mio. Dollar.
Die Aktie der Credit Suisse Group schloss gestern an der virt-x bei 63,70 Schweizer Franken.
|