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News - Nebenwerte
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21.11.2005
Presse: Springer will im Kartellstreit einlenken
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Der Medienkonzern Axel Springer AG (ISIN DE0005501357/ WKN 550135), Europas größtes Verlagshaus, plant aktuellen Presseberichten zufolge im Kartellrechtsverfahren um die Übernahme der ProSiebenSat1-Gruppe Zugeständnisse. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" am Montag.
Laut der FTD soll der Springer-Verlag der Bundeskartellbehörde anbieten, einige Geschäfte zu verkaufen. Betroffen sein könnte die Beteiligung an dem Tiefdruckunternehmen Prinovis und an Radiosendern, so die Zeitung weiter.
Wenn die Bundeskartellbehörde jedoch die Fusion trotz dieser Zugeständnisse verhindern wolle, sei es möglich, dass sich Springer auch von Programmzeitschriften trennen könnte.
Am vergangenen Freitag hatte im Hinblick auf den von der Axel Springer AG beabsichtigten Erwerb der ProSiebenSat.1 Media AG das Bundeskartellamt den beteiligten Unternehmen im Wege einer Zwischenmitteilung heute mitgeteilt, dass nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen die Voraussetzungen für eine Untersagung des Zusammenschlusses vorliegen.
Nach Auffassung des Bundeskartellamts würden sich durch den Zusammenschluss die Wettbewerbsbedingungen auf dem Fernsehwerbemarkt verschlechtern, weil die Axel Springer AG durch den Zusammenschluss mit ProSiebenSat.1 Media mit Bertelsmann gleichzöge. Durch den Zusammenschluss stünden sich nach Auffassung des Bundeskartellamts zwei symmetrische Konzerne gegenüber, die sich keinen Wettbewerb mehr machen würden.
Darüber hinaus führe der Zusammenschluss zur Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung der Axel Springer AG auf dem Lesermarkt für Kaufzeitungen und auf dem Markt für Anzeigen in bundesweiten Tageszeitungen.
Die Aktie von ProSieben schloss am Montag bei 14,98 Euro.
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