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Analysen - Nebenwerte
15.11.2005
DEAG Outperformer
SES Research

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Frank Biller, Analyst von SES Research, stuft die Aktie von DEAG (ISIN DE0005513907/ WKN 551390) weiterhin mit "Outperformer" ein.

Die DEAG habe am 11.11.05 den Bericht für das dritte Quartal vorgelegt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum seien sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis deutlich verbessert worden. Der Umsatz sei gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 56% auf 21,2 Mio. Euro gestiegen. Das EBIT sei um 0,9 Mio. Euro auf rund 0,7 Mio. Euro verbessert worden. Damit habe die DEAG auch gegenüber dem Vorquartal (EBIT: 0,45 Mio. Euro) eine Steigerung des Betriebsergebnisses bei leicht geringerem Umsatz verzeichnet. Trotz der deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum hätten die vorgelegten Geschäftszahlen unter den Erwartungen der Analysten von SES Research gelegen. Allerdings resultiere aus der hohen Volatilität der Geschäftsentwicklung, die sich aus dem Geschäftsmodell ergebe, auch eine hohe Prognosenunsicherheit.

Erfreulich habe sich die Bruttomarge entwickelt, die gegenüber dem dritten Quartal 2004 von 15,4% auf 21,9% angestiegen sei. Dies sei auf den margenstärkeren Umsatzmix im Kernsegment Artists & Tours zurückzuführen. Hierzu habe der höhere Anteil der im Bereich Klassik erzielten Umsätze und die Wiedereröffnung des Züricher Hallenstadions beigetragen. Der Segmentumsatz habe 18,2 Mio. Euro bei einem EBIT von 1,5 Mio. Euro betragen. Auf die beiden weiteren Segmente Urban Entertainment und Theatres seien zu ungefähr gleichen Anteilen insgesamt 3 Mio. Euro Umsatz bei jeweils leicht negativen Betriebsergebnissen entfallen. Kostenseitig sei der Aufwand für die allgemeine Verwaltung deutlich höher (0,7 Mio. Euro) ausgefallen, als von den Analysten von SES Research erwartet.

Hiefür seien zum einen Neueinstellungen im zunehmend an Bedeutung gewinnenden Bereich Klassik und einmalige Aufwendungen (Beratung) verantwortlich gewesen. Positiv hätten sich hingegen höhere sonstige betriebliche Erträge von insgesamt 1,7 Mio. Euro ausgewirkt. Hierin seien auch einmalige Bestandteile (Beratungskosten) enthalten. Einen deutlichen Anstieg hätten ebenfalls die Zinsaufwendungen verzeichnet. Sie hätten die Erwartungen der Analysten von SES Research überschritten. Man gehe von nachhaltig höheren Zinsaufwendungen aus. Diese würden aus dem Pensionsgeschäft mit der Ringier AG resultieren, wodurch die Ringier AG 39% an der Schweizer Gesellschaft Good News halte.

Anteile der Erträge dieser Gesellschaft würden an die Ringier AG ausgeschüttet. In bisher nicht genau abschätzbarer Größe sollte die DEAG aus dem Joint Venture mit Ticketmaster ab dem kommenden Jahr Beteiligungserträge vereinnahmen können, die in den bisherigen Planungen nicht enthalten gewesen seien. Das laufende vierte Quartal sollte das stärkste im Jahresverlauf sein. Die DEAG verfüge insbesondere im Klassik-Bereich über eine gut gefüllte Veranstaltungspipeline. Zudem sei das Züricher Hallenstadion wieder durchgehend bespielbar und die US-Tournee von Paul McCartney, die von der Tochtergesellschaft Marshall Arts durchgeführt werde, falle ebenfalls ins vierte Quartal. Für 2006 sei die DEAG aufgrund von vorgesehenen Veranstaltungen im Bereich Rock/Pop und Klassik zuversichtlich.

Für das laufende Jahr würden die Analysten von SES Research ihre Prognosen zurücknehmen. Ab 2006 würden sie weiterhin von einem deutlich höheren Veranstaltungsvolumen ausgehen und die Prognosen bis auf marginale Anpassungen beibehalten. Die Prognosenanpassung aufgrund des abgelaufenen Quartals habe nur marginale Auswirkungen auf den DCF-Wert.

Die Analysten von SES Research belassen den Fair Value bei 3,00 Euro und behalten ihr "Outperformer"-Rating für die Aktie von DEAG aufrecht.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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