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Analysen - Nebenwerte
09.11.2005
REpower Systems investiert bleiben
TradeCentre.de

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Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen in der REpower Systems-Aktie (ISIN DE0006177033/ WKN 617703) investiert zu bleiben.

Mitte Mai hätten die Experten von "TradeCentre.de" die Gunst der Stunde genutzt und sich am Rande der Erneuerbare Energien Konferenz von Close Brothers Seydler mit REpower-Chef Fritz Vahrenholt getroffen. Das Timing habe nicht günstiger sein können. Bei einem Kurs von 14 Euro hätten sie am 22. Mai die Aktie zum Kauf empfohlen.

Aktuell müssten Anleger 31 Euro für einen Anteilsschein auf den Tisch legen. Das mache ein Kursplus von über 120 Prozent. In der vergangenen Woche hätten die Experten von "TradeCentre.de" einen äußerst gut gelaunten CEO zum Hintergrundgespräch angetroffen. Wie ihnen Vahrenholt stolz mitteile, würden die Geschäfte wieder wie geschmiert laufen. Treibstoff für die Hamburger sei der Auslandsmarkt. Bereits in diesem Jahr dürften rund 60 Prozent der Erlöse aus dem Ausland sprudeln. Die Auftragspipeline sei randvoll.

Per Ende Juni habe das Unternehmen Kaufverträge über 350 Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 652 Megawatt ausgewiesen. "Das ist der höchste Auftragsbestand seit Gründung unseres Unternehmens und dieser Bestand baut sich weiter aus", sage der CEO. Nach eigenen Angaben werde das Aufstellungsziel von 200 Anlagen im Jahr 2005 aus heutiger Sicht sicher übertroffen. Für dieses Jahr sei von einem Umsatz von circa 350 Mio. Euro auszugehen. Beim EBIT wolle der CEO das Vorjahresergebnis von negativen 3,7 Mio. Euro erreichen oder leicht besser abschneiden.

Für das kommende Jahr stelle der Professor ein Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent in Aussicht. "Das EBIT erwarten wir 2006 im zweistelligen Mio. Euro-Bereich", sage der CEO. Er ergänze: "Um unsere pralle Auftragslage abzuarbeiten und unsere Ziele weiter anheben zu können, haben wir einen entsprechenden Kapitalbedarf". Nach der eigenen Einschätzung der Experten von "TradeCentre.de" werde das Unternehmen sich den entsprechenden Kapitalbedarf über eine Kapitalerhöhung sichern. Mit der Durchführung einer Kapitalmaßnahme rechne man im ersten Quartal 2006. Vahrenholt habe dies auf Nachfrage allerdings nicht kommentieren wollen.

Das Geld einzusammeln dürfte für den Firmenchef kein größeres Problem darstellen. Er habe zwei potente Großaktionäre im Rücken. Die Martifer-Gruppe aus Portugal halte an dem Konzern rund 29 Prozent. Der Großaktionär und gleichzeitig Partner des Unternehmens dürften den Anteil zumindest stabil halten. Der zweitgrößte Anteilseigner sei AREVA, einer der führenden Anbieter emissionsfreier Energien mit einem Umsatzvolumen von sage und schreibe 11,1 Mrd. Euro. AREVA habe sich mit 21 Prozent an REpower Systems beteiligt.

Man gehe fest davon aus, dass AREVA seinen Anteil auf über 25 Prozent (Sperrminorität!) mindestens ausbauen werde. AREVA verfüge über Kraftwerkskapazitäten in mehr als 40 Ländern. Früher oder später könnte sich der Kraftwerksbauer die REpower Systems AG auch komplett einverleiben. Die Kombination zwischen Kraftwerk und Windenergie passe wie die Faust aufs Auge. Laut Vahrenholt sei das Engagement von AREVA erfolgt, da sich der Konzern wohl stark für "Wind" interessiere. Eine Übernahme von REpower Systems wäre für AREVA sicherlich sehr attraktiv.

Nach der starken Kursrally habe sich das Papier eine Verschnaufpause verdient. Die Börsenwaage zeige bei einem Kurs von 31 Euro ein Gewicht von 162 Mio. Euro an. Das sei vor dem Hintergrund eines starken Jahres 2006 inklusive Übernahmefantasie noch nicht zuviel. Die dicken Gewinne sollte man mit engem Stopp absichern.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten in der REpower Systems-Aktie investiert zu bleiben.



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