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Analysen - Nebenwerte
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07.11.2005
Grammer für Spekulative
Geldbrief
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Experten von "Geldbrief" nehmen die Aktie von Grammer (ISIN DE0005895403/ WKN 589540) als spekulative Beimischung in ihr Top-Ten-Depot auf.
Die Rohstoffverteuerung sowie die Angst vor einem anhaltenden Druck der Autoproduzenten auf die vorgelagerten Zulieferer seien Gründe gewesen, weshalb die Aktien von Automobilzulieferern in den letzten Wochen einige Fehlzündungen gezeigt hätten. Auch die Aktie von Grammer sei in diesem schwierigen Umfeld aus der Bahn geworfen worden. Im ersten Halbjahr sei noch ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 424,5 Mio. Euro verzeichnet worden und der Reingewinn sei um 166 Prozent explodiert. Allerdings habe die Gewinnwarnung vor wenigen Wochen für einen vorübergehenden Boxenstopp bei der Grammer-Aktie gesorgt. Genauere Angaben zum erwarteten Gewinnrückgang habe das Management nicht gemacht.
Vor diesen Hintergründen ist der für das Gesamtjahr bei einem Jahresumsatz von 830 Mio. Euro avisierte Gewinn vor Steuern und Abschreibungen von 40 Mio. Euro Makulatur. Auch die hohe Dividende von ursprünglich 1 Euro je Aktie sei unsicher geworden. Allerdings wolle Grammer dieser Entwicklung entgegensteuern. Durch die Produktionskapazitäten in China im kommenden Jahr wolle man wieder mindestens 2 Euro je Anteilsschein verdienen. In diesem Fall würden die Papiere mit einem achteinhalbfachen Jahresgewinn bewertet. Sollte die Ausschüttung jedoch auf 0,80 Euro je Aktie reduziert werden, liege die Verzinsung noch immer bei attraktiven 4,7 Prozent.
Der Automobilzulieferer werde langfristig durch seine hervorragende Marktstellung wieder an seine alte Ertragskraft anknüpfen können. Die Deutsche Bank habe Mitte Juli Grammer-Aktien aus dem Bestand der Altgesellschafter für 23,50 Euro bei institutionellen Anlegern platziert. Demzufolge sei der Streubesitz auf 100 Prozent geklettert. Die Aufnahmen in den SDAX mache das Unternehmen auch für Fonds interessant. Aktuell notiere die Grammer-Aktie bei 17,25 Euro. Das vorläufige Kursziel sehe man bei 25 Euro. Zur Absicherung sollte ein Stoppkurs bei 15,60 Euro platziert werden.
Die Grammer-Aktie nehmen die Experten von "Geldbrief" als spekulative Beimischung in ihr Top-Ten-Depot auf.
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