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Analysen - Neuer Markt
22.05.2001
Pixelpark verkaufen
Hornblower Fischer

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Die Analysten von Hornblower Fischer empfehlen die Aktien von Pixelpark (WKN 514350) derzeitig zum Verkauf.

Auf der heutigen Analystenkonferenz habe Pixelpark die Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2001 sowie die Neuausrichtung des Unternehmens präsentiert. Man wolle nicht mehr nur als Multimediaagentur auftreten. In Zukunft wolle das Unternehmen E-Business-Solutions anbieten. Insbesondere Unternehmen sollten durch Beratung und Implementation von E-Business Lösungen gewonnen werden. Die Analysten von Hornblower Fischer sehen in diesem Schritt keine Wertsteigerung für Pixelpark. Insbesondere bewege man sich in einen Markt, der bereits durch starke Konkurrenz gezeichnet sei. Zwar wolle man als „Nischenanbieter“ vom guten Marktwachstum profitieren. Doch auch diese Aussage überzeuge nicht, da Pixelpark keine klaren Geschäftsvorteile nennen konnte.

Die Zahlen für das erste Quartal hätten sich entsprechend der schwachen Marktentwicklung entwickelt. Bei einem Umsatz von 26,1 Mio. Euro sei ein negatives EBITDA von 5,0 Mio. Euro erzielt worden. Zwar habe damit gegenüber dem vierten Quartal 2000 (EBITDA –9,4) eine deutliche Verbesserung erzielt werden können, doch hätten Abschreibungen auf unrentable Bereiche und Investments zu einem Konzernfehlbetrag von 24,9 Mio. Euro geführt. Die Bilanzsituation des Unternehmens sei daher derzeit kritisch einzustufen. Die laufende Geschäftstätigkeit sei praktisch nur durch die Hilfe der Mutter Bertelsmann gesichert. Neben einer jüngst durchgeführten Kapitalerhöhung, durch die der Bertelsmann-Anteil von 57,4% auf 60,3% erhöht wurde, habe Pixelpark einen Kredit über 26,2 Mio. Euro (Zins: 8%) von Bertelsmann in den Büchern. Dieser Kredit laufe zum Januar 2002 aus. So habe Bertelsmann praktisch jede Möglichkeit, Pixelpark untergehen zu lassen, falls sich die Profitabilität nicht erhöhen könne.

Das Unternehmen selber rechne erst für das 4. Quartal wieder mit einem positiven EBITDA, und sehe für die kommenden beiden Quartal nur eine stabile Geschäftsentwicklung. Angesichts der schwierigen Geschäftssituation, des maßgeblichen Einflusses von Bertelsmann, der anderen Aktionären praktisch keine Einflussmöglichkeit lasse, und der nach wie vor hohen Marktbewertung von über 200 Mio. Euro erwarten die Analysten von Hornblower Fischer eine Underperformance der Aktie. Das Rating lautet daher „verkaufen“.


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