|
Analysen - Ausland
|
28.10.2005
Austrian Airlines reduzieren
Erste Bank
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Gudrun Egger, Analystin der Erste Bank, stuft die Aktie von Austrian Airlines (ISIN AT0000620158/ WKN 875224) weiterhin mit "reduzieren" ein.
Austrian Airlines habe diese Woche die Ergebnisse des dritten Quartals veröffentlicht. Der Umsatz habe in den ersten neun Monaten auf EUR 1,8 Mrd. (+6,8%) gesteigert werden und damit die Analystenerwartungen übertreffen können. Im dritten Quartal habe ein Rekord-Ladefaktor von 80,9% erreicht werden können.
Der dramatische Anstieg der Kerosinpreise habe Spuren in der Gewinn- und Verlustrechnung hinterlassen. Zwar habe im 3. Quartal ein operatives Ergebnis von EUR 15,4 Mio. und ein bereinigtes operatives Ergebnis von EUR 26,8 Mio. erzielt werden können, im Zeitraum der ersten drei Quartale habe jedoch das bereinigte operative Ergebnis immer noch "rote" EUR -36,7 Mio. betragen. Da die Analysten der Erste Bank auch steigende Kerosinpreise ins Q4 beobachten würden, würden sie sich veranlasst sehen, ihre Erwartungen für das 4. Quartal und auch für das Gesamtjahr zu reduzieren. Die neue Gewinnschätzung pro Aktie laute EUR -2,92 (-2,03).
2006 werde ein herausforderndes Jahr mit einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, keinen Anzeichen einer deutlichen Abkühlung bei Kerosinpreisen und dem Wechsel des Vorstandsvorsitzenden. Herr Soerensen habe angekündigt, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern und werde demnach per September 2006 aus dem Unternehmen ausscheiden. Wenngleich diese Ankündigung früh erfolgt sei und ein ausreichender Zeitraum verbleibe, einen entsprechenden Nachfolger zu finden, so würden die Analysten der Erste Bank dennoch bedauern, dass ein äußerst kompetenter Vorstandsvorsitzender der Austrian Airlines nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Die Anforderungen für seinen Nachfolger seien fordernd. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld, das von Preisdruck geprägt sei, bei gleichzeitig hohen Kerosinpreisen, müsse der weitere Fokus auf Verbesserung der Kosteneffizienz gelegt werden.
Betrachte man die Bewertung der Aktie von Austrian Airlines, so sei diese aufgrund des zu erwartenden Verlustes 2005 und auch eines laut den Analystenschätzungen zu erwartenden Verlustes für 2006 nicht einfach zu bewerten. Ein langfristiges Szenario sei aufgrund der unsicheren Entwicklung des Kerosinpreises mit entsprechendem Prognoserisiko verbunden.
Die Analysten der Erste Bank bestätigen ihre "reduzieren"-Empfehlung für die Aktie von Austrian Airlines und das Kursziel von EUR 5,50 pro Aktie.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|